Ehrung

Bundesfamilienministerin Prien erhält Israel-Jacobson-Preis

Karin Prien Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) wird mit dem Israel-Jacobson-Preis der Union progressiver Juden geehrt. Die undotierte Auszeichnung wird Prien am 18. März in der Neuen Synagoge - Centrum Judaicum in Berlin überreicht, teilte die in Bielefeld ansässige Union progressiver Juden am Dienstag mit. Die Laudatio hält die Fernsehjournalistin Nina Ruge.

Prien erhalte den Preis wegen ihres persönlichen Einsatzes für Begegnung und Dialog zwischen den Religionen und Kulturen, erklärte der Dachverband. Auch habe sie sich auch für die Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland starkgemacht. »Darüber hinaus ist ihr engagiertes Eintreten gegen Antisemitismus und Rassismus Ansporn für uns alle«, hieß es. Die 60-Jährige sei zudem die erste Bundesministerin, die ihre jüdische Familiengeschichte öffentlich thematisiere.

Preis wird alle zwei Jahre verliehen

Der 1768 in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) geborene Kaufmann und Bankier Israel Jacobson gehörte zu den Begründern des liberalen Judentums in Deutschland. Er starb im Jahr 1828 in Berlin und wurde auf dem jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee beigesetzt. Der nach ihm benannte Preis wird von der Union progressiver Juden seit 2001 alle zwei Jahre verliehen. Er würdigt Persönlichkeiten, die sich um das Judentum in seiner Pluralität verdient gemacht haben.

Unter den Preisträgern ist unter anderem Thüringens früherer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Die Union progressiver Juden wurde 1997 gegründet und vertritt derzeit 20 liberale jüdische Gemeinden sowie fünf jüdische Organisationen in Deutschland. epd

Diether Dehm

Nach Auftritt mit Höcke

Strafbefehl gegen Diether Dehm wegen SA-Parole

Björn Höcke wurde wegen der Verwendung der Parole »Alles für Deutschland« bereits rechtskräftig verurteilt. In einem Interview mit dem AfD-Mann wiederholte der frühere Linken-Politiker Diether Dehm diese Worte und soll dafür nun 9000 Euro zahlen

 20.10.2026

Reaktionen

Ein Hausmeister für die Mullahs

Die Bundesregierung habe zu lasch auf die iranischen Mordkomplotte in Deutschland reagiert, finden jüdische und pro-israelische Organisationen. Sie fordern tiefgreifende Konsequenzen

von Stefan Laurin  20.10.2026

Würzburg

Zentralratspräsident Josef Schuster kandidiert erneut

Der Würzburger Internist will auf der Ratsversammlung des Zentralrats der Juden am 29. November für weitere vier Jahre antreten

 20.10.2026 Aktualisiert

Vereinte Nationen

Wer finanziert die Arbeit der UN-Berichterstatter?

Die Genfer NGO UN Watch hat einen Bericht vorgelegt, der die Zuwendungen an rund 140 unabhängige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen unter die Lupe nimmt. Auf Platz 3 der Liste: Francesca Albanese

von Michael Thaidigsmann  20.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was genau sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Washington D.C.

Vance gibt keine Wahlempfehlung für Netanjahu ab

Im Gegensatz zu seinem Chef Donald Trump sieht der amerikanische Vizepräsident von einer Unterstützung des israelischen Ministerpräsidenten ab. Warum?

 20.10.2026

Nach Spionage-Urteil

Deutscher Botschafter im Iran einbestellt

Dem Diplomaten solle der starke Protest des Iran übermittelt werden, heißt es. Kurz zuvor hatte das Auswärtige Amt den iranischen Botschafter einbestellt

 20.10.2026

Gießen

Staatsanwaltschaft klagt AfD-Politiker wegen NS-Parole an

Bei seiner Bewerbungsrede für den Vorstand der AfD-Jugendorganisation soll Kevin Dorow eine Parole der Hitlerjugend verwendet haben. Nun muss ein Gericht über die Anklage entscheiden

 20.10.2026

Luftwaffenstützpunkt Ovda

Hegseth trifft Netanjahu bei unangekündigtem Israel-Besuch

Wenige Tage vor der israelischen Wahl ging es bei dem Geheimtreffen wohl um das weitere Vorgehen gegen das Mullah-Regime in Teheran

 20.10.2026