Berlin

Außenministerium stellt sich hinter Botschafter Seibert

Steffen Seibert, Deutschlands scheidender Botschafter in Israel Foto: picture alliance/dpa

Das Auswärtige Amt hat sich nach Kritik des israelischen Außenministers Gideon Sa’ar an Äußerungen zur Siedlergewalt klar hinter den deutschen Botschafter Steffen Seibert gestellt.

»Es ist ganz klar, dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben«, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Sa’ar gestern Abend angerufen und betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer des Staates Israel sei. »Damit ist die Sache auch ausgeräumt«, ergänzte der Sprecher.

Der Sprecher wies auf »die Dynamik von Streitgesprächen auf X« hin und sagte: »Das ist nicht das optimale Gesprächsformat, um Meinungsverschiedenheiten auszuräumen.« Deswegen habe Wadephul mit Sa’ar direkt gesprochen. Der Minister habe auch erneut angesprochen, dass es ein deutlich entschiedeneres Vorgehen gegen Siedlergewalt im Westjordanland brauche. 

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Saar hatte zu einem X-Post Seiberts ebenfalls auf der Plattform geschrieben: »Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe auf Israelis zu verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen.« Sa’ar fügte hinzu: »Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt – einer, der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird.« Das israelische Außenministerium warf Seibert fehlende Empathie für Israel vor. 

Seibert hatte am Sonntag auf X von einem Tag der Trauer und Empörung nach dem Tod eines Israelis durch Hisbollah-Beschuss und hunderten Verletzten durch iranische Raketen gesprochen. Zugleich schrieb er über Siedlergewalt gegen Palästinenser im Westjordanland. dpa

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