Demokratieförderung

Sachsen unterstützt 26 Projekte gegen Judenhass

Blick auf die Altstadt der sächsischen Landeshauptstadt Dresden Foto: imago images/Arvid Müller

Sachsen fördert mit dem Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz« 26 Projekte gegen Antisemitismus. Das Gesamtvolumen betrage 579.000 Euro, teilte das Ministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt am Dienstag in Dresden mit. Eingereicht wurden den Angaben zufolge 45 Projektideen.

RELEVANZ »Der Kampf gegen Antisemitismus und die Sichtbarmachung des Jüdischen Lebens im Freistaat Sachsen haben gerade mit Blick auf den Nahost-Konflikt und die Zunahme von Verschwörungserzählungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie besondere Relevanz erhalten«, erklärte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD).

Es brauche zivilgesellschaftlich verankertes Wissen, um Antisemitismus zu erkennen, erklärte der Beauftragte für das Jüdische Leben in Sachsen, Thomas Feist. Notwendig sei »Rückgrat, um ihm entschlossen entgegenzutreten«.

AUSTAUSCH Von den 26 ausgewählten Projekten widmen sich zwei Vorhaben der Bekämpfung des Antiziganismus – etwa gegen Sinti und Roma.

Zwölf der Projekte finden zum Festjahr »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« statt und wollen den interkulturellen und interreligiösen Austausch stärken. epd

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  14.05.2026

Mittelmeer

Gaza-Hilfsflotte sticht von Türkei aus erneut in See

Israel wirft einigen Aktivisten Verbindungen mit der islamistischen Terrororganisation Hamas im Gazastreifen vor

 14.05.2026

Meinung

Orden für den Botschafter: Wie Leo XIV. Irans Regime aufwertet

Mit seinem Orden für den iranischen Botschafter beim Heiligen Stuhl verpasst der Papst den Menschen im Iran symbolisch einen Tritt in die Magengrube

von Michael Thaidigsmann  13.05.2026

Meinung

Linke Luftnummer

Der Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus der Berliner Linken ist heuchlerisch. Die Partei ist derzeit nämlich nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

von Ralf Balke  13.05.2026

TikTok

Antisemitismus per Algorithmus

Antisemitische Inhalte auf der Social-Media-Plattform treten häufig codiert auf. Reichweitenstarke Beiträge sind oft uneindeutig und werden erst im Kontext als antisemitisch erkannt

 13.05.2026

Meinung

Was Sachsen-Anhalt im Herbst droht

Nach den aktuellen Umfragen ist eine Alleinregierung für die AfD zum Greifen nah. Was das allein für die Erinnerungspolitik bedeuten würde, konnte man zuletzt an der Reaktion der Landespartei auf den 8. Mai beobachten

von Mascha Malburg  13.05.2026

Berlin

Ulf Poschardt gibt Herausgeber-Position bei »Welt« auf

Die Hintergründe

von Steffen Trumpf  13.05.2026

Kommentar

Warum Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis gerade jetzt verdient hat

Dass der Zentralrat der Juden den Kabarettisten ehrt, sendet ein wichtiges Signal weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus

von Ahmad Mansour  13.05.2026

London

Sie »fischten« mit Geld nach Juden: Zwei Männer verurteilt

»Fishing for Jews« mit einer Angel, an der ein Geldschein hängt: Im Stadtteil Stamford Hill, in dem viele Charedim wohnen, werden die Verdächtigen von den Shomrim gestellt und später festgenommen

 13.05.2026