Leipzig

Angriff auf Journalisten nach anti-israelischer Demo

Polizisten sichern eine anti-israelische Kundgebung in Leipzig, die fünf Tage nach der Hamas-Attacke, nämlich am 12. Oktober 2023 stattfand. Foto: picture alliance/dpa

Nach einer anti-israelischen Kundgebung in Leipzig sind ein 22 Jahre alter Journalist und dessen 20 Jahre alte Begleitung von Unbekannten angegriffen worden. Die jungen Männer wurden verletzt und mussten ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden, wie die Polizei am Donnerstag in Leipzig mitteilte.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Journalist am Mittwochabend im Auftrag von »Sachsen Fernsehen« auf der Demonstration tätig. Als der 22-Jährige und dessen Begleitung anschließend am Augustusplatz in eine Straßenbahn einsteigen wollten, schlugen plötzlich drei unbekannte Männer auf sie ein und flüchteten anschließend in unterschiedliche Richtungen, wie es weiter hieß. Trotz sofort eingeleiteter Suchmaßnahmen konnten die Tatverdächtigen nicht gestellt werden.

»Absolut Inakzeptabel«

Am Mittwoch hatte sich die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg überraschend an der Demonstration in Leipzig beteiligt. Laut Polizei zufolge gab es insgesamt 200 Teilnehmer.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Die Motivation der Unbekannten sei derzeit noch unklar. Auch der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt.

Der inhaltliche Leiter bei »Sachsen Fernsehen«, Benedict Bartsch, verurteilte den Angriff aufs Schärfste: »Gewalt gegen Journalisten ist absolut inakzeptabel und bedroht die Grundwerte der Pressefreiheit. Unserem Reporter und seinem Begleiter wünschen wir eine rasche Genesung von den erlittenen Verletzungen.« dpa/ja

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