Meinung

Warum die Netanjahu-Hasser die ganze Zeit falsch lagen

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Zwei umstrittene Weltpolitiker, nämlich Präsident Donald Trump und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, waren maßgeblich an dem Durchbruch beteiligt, der die Verschleppten zurückbringen soll. Dies müssen wir zugeben, obwohl viele von uns weder den einen, noch den anderen jemals gewählt oder unter normalen Umständen gefeiert hätten. Sie schafften es, die Hamas dazu zu bewegen, die letzten Geiseln freizulassen. Zumindest ist es offenbar nur eine Frage von Tagen, bis es passiert.

Netanjahu wurde seit dem 7. Oktober 2023 konstant kritisiert, beschimpft und belehrt. Trumps Vorgänger Joe Biden bremste ihn in Kooperation mit vielen europäischen Regierungen aus, nach dem Motto: »Ihr Israelis dürft euch natürlich gegen den Terror verteidigen, aber nicht in Rafah, nicht Donnerstags zwischen 14.30 und 18.30 Uhr und definitiv nicht mit unseren Bomben«. Und dies obwohl Israel während des ihm aufgezwungenen Krieges für die Verpflegung und Sicherheit der Zivilbevölkerung Gazas sorgte.

Südafrika strengte eine absurde Klage gegen Netanjahu und seinen früheren Verteidigungsminister Yoav Galant vor dem Internationalen Strafgerichtshof an, wegen angeblicher Kriegsverbrechen. Das Gericht stellte gar Haftbefehle aus. Die ach so israelfreundliche frühere Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) kritisierte erst vor einem halben Jahr Ungarn dafür, dass es Netanjahu bei einem Staatsbesuch nicht verhaften ließ.

Aggressives Vorgehen

Der Mob der Israelhasser auf den Straßen der Welt und auf dem Campus verteufelte Netanjahu ebenfalls, was aber weniger überrascht. Aus Israels Opposition wurden derweil immer wieder Vorwürfe laut, wonach Netanjahu den Krieg verlängere, um von seinen anderen Problemen abzulenken und sich an der Macht zu halten. Geisel-Familien warfen ihm vor, mit seiner Politik das Leben ihrer Liebsten zu gefährden.

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Allerdings ist das Gegenteil der Fall. Einzig und allein Netanjahus hartes Vorgehen gegen die Hamas in Gaza hat zu diesem Erfolg geführt, der den Krieg nun beenden könnte. Schon zuvor war es der militärische Druck gewesen, der zwei Waffenstillstände und die Freilassung von Geiseln ermöglicht hatte.

Wenn man es mit der Hamas zu tun hat, hilft es nicht, sich einfach mit Eistee und Prinzenrolle-Keksen an den Tisch zu setzen und über Frieden zu diskutieren – es sei denn, der durch die israelischen Streitkräfte aufgebaute Druck zwingt die Terroristen zu Zugeständnissen und Abkommen mit dem Staat, den sie übrigens weiterhin vernichten wollen.

»Falscher Freund«

Trump ist offensichtlich ein Demokratiefeind. Auch sein versuchter Coup vom 6. Januar 2021 belegt dies überdeutlich.

Zugleich tat er mehr für die einzige Demokratie im Nahen Osten, als alle Europäer zusammen. Es begann bereits während seiner ersten Amtszeit – mit den Abraham Accords, dem Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem und dem zwar erfolglosen, aber gut gemeinten Kampf gegen das Israel-Bashing bei den Vereinten Nationen.

Deshalb und aufgrund des jüngsten Durchbruchs ist Trump Israels wichtigster ausländischer Freund. Aus der Perspektive des jüdischen Staates und des wohl größten Teils der weltweiten jüdischen Community ist es teilweise verständlich, dass seine Skandale und seine mehr als problematische Innenpolitik in einem Moment wie diesem ausgeblendet werden. Donald J. Trump wurde für den Durchbruch gebraucht.

Thank you, Mr. President. Toda raba, Prime Minister.

marcus@juedische-allgemeine.de

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