Westjordanland

Berichte über Verletzte nach Siedler-Angriff

Israelische Soldaten am Montag im Westjordanland: In dem Gebiet kommt es regelmäßig zu von Palästinensern verübten Terroranschlägen sowie illegaler Selbstjustiz durch radikale Siedler. Foto: copyright (c) Flash90 2026

Im Norden des Westjordanlands hat es palästinensischen Berichten zufolge in der Nacht mehrere Verletzte gegeben, als radikale Siedler demnach Besitz von palästinensischen Bewohnern in Brand setzten. Acht Palästinenser, darunter ein Kleinkind, seien behandelt worden, die meisten wegen einer Rauchvergiftung, hieß es in palästinensischen Medien. Eine Person habe auch Verbrennungen erlitten.

Israelische Siedler hätten in einem palästinensischen Dorf in der Nähe der Stadt Nablus Autos in Brand gesetzt und auch versucht, ein Haus anzuzünden, berichte unter anderem die Nachrichtenagentur Wafa.

Israels Armee sagte auf Anfrage, sie gehe den Berichten nach. Die israelische Zeitung »Times of Israel« berichtete, keiner der beteiligten Siedler sei bislang festgenommen worden.

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Der israelische Generalstabschef Ejal Zamir hatte die Angriffe radikaler Siedler auf Palästinenser im März zwar als »moralisch und ethisch inakzeptabel« verurteilt. Den israelischen Sicherheitskräften wird jedoch immer wieder vorgeworfen, sie gingen nicht entschlossen genug gegen das Phänomen vor.

Seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 in Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Kriegs ist es auch im besetzten Westjordanland zu einem deutlichen Anstieg von Gewalt radikaler israelischer Siedler gegen Palästinenser und ihren Besitz gekommen.

Zugleich kommt es im Westjordanland seit Jahren zu von Palästinensern verübten Terroranschlägen. Allein im Jahr 2025 waren es nach Angaben des israelischen Außenministeriums 64 Angriffe. Terroranschläge innerhalb Israels sind hier nicht mitgezählt. Die Ermittlungsbehörden vereiteln zudem jedes Jahr zahlreiche Angriffe dieser Art. dpa/ja

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