Terroristen-Gefängnis

Hamas-Terroristen belästigten Reservistinnen sexuell

Auch im Ofer-Gefängnis sind Hamas-Terroristen inhaftiert Foto: Copyright (c) Flash90 2024

Israelische Reservistinnen weigern sich laut einem Bericht des Senders KAN, erneut Bewachungsdienste im Gefangenenlager Sde Teiman zu übernehmen. Die Soldatinnen berichten demnach von massiver sexueller Belästigung durch festgehaltene Hamas-Terroristen der Nukhba-Einheiten sowie von schweren psychischen Folgen.

Nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 seien weibliche Reservisten eingesetzt worden, um besonders gefährliche Gefangene zu bewachen. Mehrere Soldatinnen schilderten, sie hätten über Stunden mit den Terroristen arbeiten müssen – beim Essen austeilen, beim Anlegen von Handschellen und bei weiteren Abläufen.

Eine Reservistin sagte: »Wir haben ihnen Essen gebracht, sie gefesselt, waren lange Zeit mit ihnen zusammen – und in dieser Zeit masturbierten sie vor uns, warfen uns Küsse zu und versuchten, sich auszuziehen. Ihre Blicke waren erniedrigend, sie haben uns mit Blicken ausgezogen. Es war unerträglich.«

Terroristen, Mörder und Vergewaltiger

Eine andere Soldatin erklärte, sie werde in diese Funktion nicht zurückkehren, obwohl ihr deshalb Sanktionen drohen könnten. »Ich bin nicht zur Armee gegangen für so etwas«, sagte sie. »Schickt mich an die Front, in den Krieg – aber nicht vor Terroristen, Mörder und Vergewaltiger.«

Über den Stützpunkt Sde Teiman sagte sie weiter: »Dieser Ort hat tiefe Spuren bei mir hinterlassen. Ich will dienen, ich will meinen Beitrag leisten – aber nicht dort. Nicht unter diesen Bedingungen.«

Besonders belastend seien auch Situationen gewesen, in denen es keinen ausreichenden Abstand oder Schutz gegeben habe. Die Frauen berichteten, sie hätten die Gefangenen sogar beim Duschen bewachen und bei Wechseln von Handschellen begleiten müssen.

Lesen Sie auch

Demütigende Situationen

Dazu sagten sie: »Wir mussten sie bewachen – selbst wenn sie duschten, bei Übergaben der Fesseln. Das waren schwierige, verstörende und demütigende Situationen für Frauen. Es gab keine angemessene Trennung, keinen Schutz für uns.«

Die psychischen Folgen seien bis heute spürbar. »Wir gingen nach Hause, und nachts kamen sie in Albträumen zu uns zurück. Wir haben miteinander geweint. Wir wollten nur aus dieser Aufgabe heraus.«

Nach Angaben der Soldatinnen wurde ihnen zudem der Zugang zu psychologischer Betreuung verweigert. Beschwerden bei Vorgesetzten seien regelmäßig ignoriert worden.

Psychische Betreuung

Auch nach dem Ende des Einsatzes seien die Traumareaktionen geblieben. Laut KAN musste eine weitere frühere Wachsoldatin inzwischen stationär behandelt werden und befindet sich in langfristiger psychischer Betreuung.

Das Thema war bereits zuvor offiziell aufgegriffen worden. Israels Staatskontrolleur Matanyahu Englman hatte im April 2024 kritisiert, dass selbst Offiziersanwärterinnen zur Bewachung von Nukhba-Terroristen eingeteilt worden seien.

Er verwies dabei auf einen Bericht aus dem Jahr 2022, wonach 38 Prozent weiblicher Gefängniswärter angegeben hatten, von palästinensischen Sicherheitsgefangenen sexuell belästigt oder angegriffen worden zu sein. im

Jerusalem

Minister Chikli verweigert YouTuber Tyler Oliveira Einreise nach Israel

Das israelische Ministerium für den Kampf gegen Antisemitismus erklärt, der Amerikaner habe »hetzerische Aussagen gegen Juden« verbreitet

 12.05.2026

Massaker vom 7. Oktober

Die Hamas nutzte sexuellen Terror gezielt als Waffe

Tausende unerträgliche Videos, Fotos und Zeugenaussagen: Ein neuer Bericht der Zivilkommission zeigt, wie systematisch die Terroristen Familien erniedrigen und zerstören wollten

von Sabine Brandes  12.05.2026

Hamas-Massaker

Ex-Geisel Rom Braslavski: »Schämt Euch«!

Nachdem Premier Netanjahu seine Schuld erneut relativiert, macht der junge Mann in der Knesset seinem Unmut Luft

von Sabine Brandes  12.05.2026

Jerusalem

Knesset beschließt Sondertribunal für Hamas-Terroristen

Das Sondergericht soll sich mit den Verfahren gegen rund 300 am 7. Oktober festgenommene palästinensische Terroristen befassen

 12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Israel

Luftfahrtbehörde: US-Militärflugzeuge blockieren Betrieb in Tel Aviv

US-Militärflugzeuge sorgen laut Israels Luftfahrtbehörde für Engpässe am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv. Welche Folgen das für Reisende und Flugpreise haben könnte

 11.05.2026

Brüssel

EU beschließt Sanktionen gegen Israel

Die Europäische Union hat eine politische Einigung für Strafmaßnahmen gegen israelische Siedler erzielt

von Michael Thaidigsmann  11.05.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Generalstabschef warnt Knesset vor akuter Personalnot in der Armee

Aufgrund des Krieg an mehreren Fronten stoße die operative Belastung der Armee an Grenzen, sagt Eyal Zamir. Die IDF brauchen ihm zufolge sofort mehr Soldaten

 11.05.2026

Jerusalem

Netanjahu: Krieg gegen Iran »nicht vorbei«

Im »60 Minutes«-Interview spricht der Ministerpräsident auch über den Konflikt mit der Hisbollah, die amerikanische Militärhilfe für sein Land und den verlorenen Propagandakrieg

 11.05.2026