Wohnen
In Jerusalem ist eine Luxuswohnung für umgerechnet knapp 19 Millionen Euro verkauft worden. Das Objekt liegt im »Davidʼs Village« nahe Mamilla und bietet einen freien Blick auf die Altstadtmauern. Verkäufer sind die Firmen YH Dimri und Bomel Israel. Derselbe Käufer erwarb eine weitere Wohnung im Gebäude für sieben Millionen Euro. Die größere Einheit umfasst 510 Quadratmeter Wohnfläche sowie einen 60 Quadratmeter großen Balkon. Die zweite Wohnung misst 386 Quadratmeter, hat einen kleineren Balkon, allerdings keinen Altstadtblick. Der Käufer ist ein US-israelischer Unternehmer aus der Cloud-Computing-Branche. Beide Wohnungen wurden im Rohbau verkauft, der Innenausbau soll individuell erfolgen.
Defizit
Trotz des Krieges hat sich Israels Haushaltsdefizit in den zwölf Monaten bis Ende März verringert. Im Februar lag es bei 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, im März nur noch bei 4,2 Prozent. Allerdings waren die Ausgaben fast den ganzen Monat über gedeckelt. Erst an den letzten beiden Tagen konnten die Ausgaben nach Verabschiedung des Haushalts für 2026 durch die Knesset erhöht werden. Der Grund: außerordentliche Einnahmen in Höhe von umgerechnet rund 2,4 Milliarden Euro aus Steuerzahlungen im Zusammenhang mit der Übernahme von Wiz durch Google. Diese reichten aus, um das Defizit gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent zu verringern. Seit Jahresbeginn hatten die Staatsausgaben eine Höhe von rund 40,8 Milliarden Euro erreicht – zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Verteidigungsausgaben stiegen um 19 Prozent. Im März lief die Wirtschaft nur eingeschränkt. Zudem gingen rund 194 Millionen Euro an Importeinnahmen verloren.
Währung
Der Schekel gewinnt weiter an Kraft und ist auf die psychologisch bedeutende Marke von drei Schekel pro Dollar gestiegen. Aktuell liegt der Kurs bei etwa 2,968 – der stärkste Stand seit 1995. Seit Jahresbeginn hat die Währung um mehr als fünf Prozent zugelegt. Hintergrund ist ein anhaltender Zufluss von Dollar in die israelische Wirtschaft, befeuert vor allem durch starke Hightech-Exporte und steigende Auslandsinvestitionen. Allein im vergangenen Jahr erreichten diese rund 39 Milliarden Dollar. Ökonomen warnen jedoch, dass die Stärke des Schekels langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte schwächen könnte.
Abitur
Bildungsminister Yoav Kisch hat einige Erleichterungen für die kommenden Abiturprüfungen in Israel vorgestellt. Angesichts von Unterrichtsausfällen und anderen Kriegsfolgen sollen Veränderungen bei der Gewichtung von Noten für mehr Gerechtigkeit sorgen. Kisch betonte, dass diese nicht nur aus pädagogischen, sondern auch aus psychologischen Gründen notwendig seien. So soll unter anderem die Berechnung der Abschlussnoten neu ausgerichtet werden: Künftig zählt die jeweils bessere Leistung stärker. Zudem ist ein Ausgleichsmechanismus vorgesehen, der bei größeren Abweichungen zwischen dem Jahres- und dem Prüfungsdurchschnitt greift. Ziel sei es, den Druck auf die Schüler zu reduzieren und bessere Bedingungen zu schaffen. Für den Norden des Landes, der lange unter dauerhaftem Beschuss durch die Terrormiliz Hisbollah litt, gelten zusätzliche Erleichterungen.
