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So markiert man Feinde

Rebecca Schönenbach ist Mitglied des neues Beratergremiums im Bundesinnenministerium (BMI) zum Thema Islamismusprävention und Chairwoman des Vereins »Frauen für Freiheit«. Foto: (privat)

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So markiert man Feinde

Die sogenannte Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung zur UNRWA enthält entlarvende Widersprüche. Sie konstruiert eine angebliche Kampagne gegen das Palästinenserhilfswerk und stellt dessen Kritiker in die rechte Ecke

von Rebecca Schönenbach  16.07.2026 09:51 Uhr

Eine Studie der linksparteinahen Rosa-Luxemburg-Stiftung konstruiert auf Buzzword-gesättigten 80 Seiten die Existenz einer transnationalen Kampagne gegen das palästinensische Flüchtlingshilfswerk (UNRWA) – mit offensichtlichen Widersprüchen. Der Autor Alon Sahar versucht, Menschen (und Organisationen), die eine ähnliche – und begründete – Meinung zur UNRWA teilen, in einen Zusammenhang mit der AfD zu stellen beziehungsweise mit der insgesamt als rechtsextrem gewerteten israelischen Regierung.

Alle aus Deutschland genannten Personen stammen aus dem demokratischen Spektrum, von den Grünen bis zur CDU, und haben weder organisatorische, personelle noch inhaltliche Bezüge zu Rechtsextremen. Sahar zufolge sei dieses »Netzwerk« klein, aber finanziell gut ausgestattet.

Angesichts der recherchierten Zahlen hätte dem Autor jedoch auffallen müssen, dass Organisationen wie »Amnesty International« oder »Human Rights Watch«, die die UNRWA verteidigen, wesentlich besser ausgestattet sind als die von ihm imaginierte »Israel-
Lobby«.

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Sahar selbst schreckt nicht vor Kontakten mit Extremisten zurück. So gab er 2024 dem Milli-Görüş-Sprachrohr »Perspektif« ein längeres Interview, auf das er in mehreren Instagram-Beiträgen hinweist. Milli Görüş wird vom Verfassungsschutz als größte islamistische Organisation in Deutschland geführt.

Bei einer von Sahars Organisation »Israelis für Frieden« 2025 mitorganisierten Kundgebung wurde eine Videobotschaft von Al Haq angekündigt. Al Haq hat direkte Verbindungen zu der Terrororganisation PFLP.

Volker Beck und andere in der Studie Genannte mussten unter Polizeischutz gestellt werden, weil unter anderem staatliche Akteure planen, sie zu ermorden. Währenddessen finanziert die Rosa-Luxemburg-Stiftung Feindmarkierung auf 80 Seiten, die die Lebensgefahr für alle erwähnten Personen deutlich erhöht.

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