Social Media

Wegen eines hebräischen Wortes: Ronaldo-Partnerin bekommt unzählige Hass-Kommentare

Georgina Rodriguez und Cristiano Ronaldo Foto: picture alliance / Anadolu

Ein kurzer Urlaubsbeitrag von Georgina Rodríguez, der Partnerin des portugiesischen Fußballstars Cristiano Ronaldo, hat in den sozialen Netzwerken eine hitzige Diskussion ausgelöst. Der Grund: Über einem Video aus dem Familienurlaub auf der spanischen Insel Mallorca verwendete sie ein einziges Wort – auf Hebräisch.

Rodríguez veröffentlichte Aufnahmen der Ferienreise und versah den Beitrag mit dem hebräischen Wort »gesund« (»בריאה«). Die einfache Botschaft führte jedoch innerhalb kurzer Zeit zu Tausenden Kommentaren. Viele Nutzer fragten sich, warum sie ausgerechnet Hebräisch gewählt hatte, und machten daraus eine politische Debatte.

Lesen Sie auch

Unter dem Beitrag erschienen zahlreiche kritische Reaktionen. Einige Nutzer kommentierten etwa: »Du hättest genauso gut Palästina schreiben können« oder »Warum auf Hebräisch?« Andere stellten die Frage: »Ronaldo in Israel?« Zudem wurden Emojis und Bilder des spanischen Fußballers Lamine Yamal mit palästinensischer Flagge veröffentlicht, wodurch der Beitrag zunehmend zu einem Schauplatz politischer Auseinandersetzungen wurde.

Dabei gab Rodríguez keine politische Erklärung für die Wahl des Wortes ab. Die Bedeutung des hebräischen Begriffs war offenbar für viele Kommentatoren Anlass für Spekulationen über eine mögliche Botschaft der 32-Jährigen. Es ist nicht das erste Mal, dass Beiträge der Familie Ronaldo während eines Urlaubs für große Aufmerksamkeit sorgen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auch Rodríguez selbst war bereits zuvor in eine Debatte im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt geraten. Kurz nach dem Terrorangriff der palästinensischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hatte sie in einer Instagram-Story zunächst das Foto eines Kindes aus Gaza geteilt. Viele Nutzer interpretierten die Veröffentlichung als Parteinahme für den palästinensischen Terror. Nach heftiger Kritik entfernte Rodríguez den Beitrag und veröffentlichte anschließend eine neue Version mit zwei Bildern: einem verletzten israelischen Kind und demselben Mädchen aus Gaza. Dazu schrieb sie eine Botschaft, in der sie zu Frieden aufrief.

Unter dem jüngsten Post von Georgina Rodríguez schrieb der Aktivist Hen Mazzig, sie habe lediglich ein hebräisches Wort geschrieben, das sowohl »gesund« als auch »Kreation« bedeute. »Dann kam eine Flut an Kommentaren.›Warum Hebräisch?‹, ›Free Palestine‹ und ›From the river to the sea.‹ Ein einziges hebräisches Wort. Diese Leute sind nicht böse auf Israel, sondern auf die Tatsache, dass Hebräisch existiert. Die jüdische Sprache.« im

Kunst

Von Guggenheim bis Geffen

Wie jüdische Mäzene im 20. Jahrhundert der Moderne zum Durchbruch verhalfen

von Jana Talke  20.08.2026

Kulturkolumne

Some like it cold

Warum Disneys Eiskönigin nicht nur gegen Hitze hilft

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026

Medien

Protokollant des täglichen Irrsinns

Der Publizist Henryk M. Broder wird heute 80. Eine persönliche Würdigung von Reinhard Mohr

von Reinhard Mohr  19.08.2026

Heidelberg

Hüter des Gedächtnisses

Im Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden liegt alles, was jüdische Gemeinden seit 1945 in Deutschland an Dokumenten produziert haben. Jens Hoppe, der Leiter der Einrichtung, sichert die Zukunft der Bestände

von Eugen El  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 19.08.2026

Film

25 Jahre »A.I.«: Odyssee eines Roboter-Jungen

Ein Vierteljahrhundert ist Spielbergs Film »A.I. – Künstliche Intelligenz« jetzt alt. Das Werk ist extrem rührselig, aber dennoch sehenswert. Und es wirft Fragen auf, die auch 2026 sehr relevant sind

von Gregor Tholl  19.08.2026

Film

Überraschend witzige Geschichte über Begehren und Scham

In der Slasher-Satire »Teenage Sex and Death at Camp Miasma« von Jane Schoenbrun spritzt Blut, Gillian Anderson flirtet und eine junge Regisseurin versucht, ihre eigene Lust zu verstehen

von Shireen Broszies  19.08.2026

Frankfurt am Main

Friedenspreis: Mirjam Zadoff hält Laudatio auf Philipp Sands

Der Menschenrechtsanwalt Philippe Sands erhält eine der angesehensten Auszeichnungen Deutschlands. Nun wurde die Laudatorin bekanntgegeben

 19.08.2026