Ehrung

Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Tamar Halperin

Tamar Halperin Foto: Offizielles Pressefoto

Am 1. Oktober zeichnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue 25 Bürgerinnen und Bürger mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus – darunter die international gefeierte Pianistin Tamar Halperin. Die in der Bundesrepublik lebende israelische Musikerin wird für ihre außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen und ihr gesellschaftliches Engagement geehrt.

Halperin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Countertenor Andreas Scholl, weltweit auf den Konzertpodien auftritt, ist bekannt für ihr vielseitiges Repertoire, das von Barock über zeitgenössische Musik bis hin zu Jazz und Pop reicht. Die Musikerin und ihr Partner gelten als experimentierfreudige Künstler, deren Musik Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringt.

Neben ihrer Karriere setzen Halperin und Scholl auch auf gesellschaftliches Engagement. Sie organisieren regelmäßig Benefizkonzerte und beteiligen sich an sozialen Projekten. »Mindestens ebenso wichtig wie die Karriere ist das menschliche Miteinander«, betonen die beiden Musiker. Scholl engagiert sich zudem in seinem Heimatort Kiedrich politisch und gab 2024 sogar in Kiew Meisterkurse in Bunkern während des Krieges.

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Mit der Auszeichnung würdigt das Bundespräsidialamt nicht nur Halperins künstlerische Leistungen, sondern auch ihren Beitrag zu gesellschaftlichem Zusammenhalt und interkultureller Verständigung. Die Ehrung findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit statt, bei der auch weitere Persönlichkeiten aus Kunst, Wissenschaft, Kultur und gesellschaftlichem Engagement gewürdigt werden.

Tamar Halperin wird von internationalen Medien wie »The Guardian« als »eine Künstlerin von echter Auszeichnung, exzellent und atemberaubend« beschrieben. Sie kombiniert eine historisch fundierte Aufführungspraxis mit einem modernen Zugang, beherrscht fünf Jahrhunderte Musikgeschichte und nutzt dabei auch zeitgenössische Technologien.

Sie studierte in Tel Aviv und an der Juilliard School in New York, spezialisierte sich zusätzlich in der Schweiz auf Barock-Harpsichord und Continuo-Spiel und erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Hessischen Kulturpreis und mehrere Echo Jazz Awards.

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