Ausstellung

Caricatura-Galerie Kassel zeigt Cartoons zu jüdischem Leben

Foto: Cartoon: Grolik / Caricatura

Die Caricatura-Galerie Kassel zeigt eine Schau mit Karikaturen zu jüdischem Leben in Zeiten eines erstarkenden Antisemitismus. Die Ausstellung »Haben Juden nichts zu lachen?« präsentiere Cartoons von 37 jüdischen und nicht-jüdischen Künstlerinnen und Künstlern, teilte die Caricatura-Galerie mit. Die Schau ist vom 9. Mai bis zum 19. Juli zu sehen.

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sei die Angst für Jüdinnen und Juden wieder Alltag, betonte die Caricatura-Galerie. »In dieser Situation wird klar: Humor ist nicht automatisch befreiend. Er ist kein Luxus, sondern ein innerer Kompass. Er zeigt, wo etwas weh tut - und wo trotz Bedrohung noch Raum fürs Menschsein bleibt.«

Zwischen bitterer Ironie, schwarzem Witz und nachdenklicher Leichtigkeit entstehe ein Bild jüdischen Lebens, das weder verklärt noch von Resignation geprägt sei. »Humor ist auch kein Zeichen von Leichtfertigkeit, sondern ein Ausdruck von Widerstand und Menschlichkeit.«

Kooperation mit Sara-Nussbaum-Zentrum

Gegliedert ist die Ausstellung in drei Bereiche: Eingangs werden jüdisches Leben, seine Bräuche und Traditionen beleuchtet, aber auch ein Alltag, der durch Stigmatisierung geprägt ist. Der zweite Bereich richtet den Blick auf Antisemitismus in Deutschland - auf Bedrohung, Vorurteile und Diskriminierung. Bereich drei versammelt unterschiedliche Blickwinkel auf Nahost und einen der komplexesten Konflikte der neueren Geschichte mit dem Wunsch, dass die Zerstörung und das Leid der Zivilbevölkerung auf allen Seiten ein Ende haben mögen.

»Haben Juden nichts zu lachen?« ist eine Kooperation mit dem Sara-Nussbaum-Zentrum für Jüdisches Leben in Kassel. Die Schau wird gefördert von der Hessischen Kulturstiftung. epd

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