Literatur

Tomer Gardi und Dana Vowinckel für Deutschen Buchpreis nominiert

Die Jury des Deutschen Buchpreises hat 20 Titel für die sogenannte Longlist ausgewählt. Auf der am Dienstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Liste stehen mit dem Israeli Tomer Gardi (mit dem im Tropen-Verlag erschienenen »Liefern«) und Dana Vowinckel (»Anton und Alma«, erscheint im September 2026 im Suhrkamp-Verlag) auch zwei Autoren mit jüdischem Hintergrund.

Die Jury wählte die 20 besten deutschsprachigen Romane des Jahres aus 205 Titeln aus. »Das Vergangene ergründen, um Gegenwart zu verstehen - das findet sich in unserer Auswahl der Romane des Jahres 2026 auf ganz unterschiedliche Weisen«, sagte die Jurysprecherin Cornelia Geißler nach Mitteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main am Dienstag. »Fragmentarische Formen von bezwingender Vielschichtigkeit haben wir ebenso aufgenommen wie große, mitreißende Erzählungen über lange Zeiträume.«

Lesen Sie auch

Die von der Jury gesichteten Bücher sind im Zeitraum seit dem 1. Oktober 2025 erschienen, oder sie kommen noch bis zum 8. September auf den Markt. Aus diesen Werken wählt die Jury im nächsten Schritt sechs Bücher für die sogenannte Shortlist des Deutschen Buchpreises aus, die am 8. September veröffentlicht wird.

Die betreffenden Autorinnen und Autoren erfahren erst am Abend der Preisverleihung am 5. Oktober vor Beginn der Frankfurter Buchmesse, wer von ihnen den Preis für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres bekommt. Dafür erhalten der Preisträger oder die Preisträgerin 25.000 Euro, die anderen fünf Finalisten je 2.500 Euro. Der Deutsche Buchpreis 2025 ging an Dorothee Elmiger für ihren Roman »Die Holländerinnen«.

Preisverleihung am 5. Oktober

Der Deutsche Buchpreis wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergeben. Hauptförderer des Deutschen Buchpreises ist die Deutsche Bank Stiftung, weitere Partner sind die Frankfurter Buchmesse und Stadt Frankfurt am Main.

Die Jurymitglieder des Deutschen Buchpreises werden jedes Jahr neu gewählt. In diesem Jahr gehören ihr neben der Sprecherin Cornelia Geißler (»Berliner Zeitung«) an: Theresa Donner (Buchhandlung heiter bis wolkig, Halle an der Saale), Jan Ehlert (NDR), Maha El Hissy (freie Kritikerin), Emily Grunert (Literaturbüro NRW), Stefanie Kreuzer (Universität Kassel) und Adam Soboczynski (»Die Zeit«). ja/epd

Memoiren

Charlotte Knobloch schreibt, warum sie »trotzdem weiter« macht

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Und legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Yotam Ottolenghi (l.) und Anthony Bourdain

Kulinarisches

Als Yotam Ottolenghi mit Anthony Bourdain einmal in der Wüste landete

Der israelisch-britische Koch erinnert sich zum Filmstart von »Tony« an seine Begegnung mit seinem berühmten amerikanischen Kollegen

von Katrin Richter  21.08.2026

London

Boy George nimmt Pro-Israel-Song mit großer Band neu auf

Mit diesem Schritt erhofft sich der britische Popsänger eine größere Verbreitung von »We Will Dance Again«. Auf den Hass von Israelfeinden reagiert er ebenfalls mit einem neuen Lied

von Imanuel Marcus  21.08.2026

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026

Vorschau

Widderhorn im Dom und ein Hauch von »Yiddish Summer« - Festival »Shalom-Musik.Koeln«

Begegnungen, Neugier und Zuhören fördern - das wollen die Macher des Festivals »Shalom-Musik.Koeln«. Und reichlich Musik und Gesang auf die Bühne bringen. Der Verein hinter dem Festival bekommt dafür jetzt einen Preis

von Leticia Witte  20.08.2026

Kunst

Von Guggenheim bis Geffen

Wie jüdische Mäzene im 20. Jahrhundert der Moderne zum Durchbruch verhalfen

von Jana Talke  20.08.2026

Kulturkolumne

Some like it cold

Warum Disneys Eiskönigin nicht nur gegen Hitze hilft

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026

Medien

Protokollant des täglichen Irrsinns

Der Publizist Henryk M. Broder wird 80 Jahre alt. Eine persönliche Würdigung

von Reinhard Mohr  20.08.2026