Beverly Hills

Timothée Chalamet und Seth Rogen gewinnen Golden Globes

Timothee Chalamet präsentiert seinen Golden Globe. Foto: picture alliance / REUTERS

Im Beverly Hilton am Santa Monica Boulevard in Beverly Hills ging es bis vor wenigen Stunden hoch her. Denn die als »Vor-Oscars« geltenden Golden Globes wurden vergeben. Unter den Preisträgern sind jüdische Künstler.

Hamnet wurde zum besten Drama gekürt, One Battle After Another zur besten Komödie. In letzterer Kategorie ging daher Marty Supreme leer aus. Darin spielt der jüdische Darsteller Timothée Chalamet die Figur Marty Mauser, deren Leben an das des ebenfalls jüdischen Tischtennisprofis Marty Reisman angelehnt ist. Dafür bekam er allerdings den Preis in der Kategorie »Bester Hauptdarsteller«.

Die jüdische Filmemacherin, Drehbuchautorin und Darstellerin Eva Victor war in der Kategorie »Beste Schauspielerin in einem Drama« nominiert gewesen – für ihr Werk Sorry, Baby. Darin geht es um eine Literaturprofessorin, die nach einem sexuellen Übergriff unter Depressionen leidet. Ihre Konkurrentin Jessie Buckley gewann die Trophäe jedoch für ihr Wirken als William Shakespeares Frau Agnes Hathaway in dem Drama Hamnet über den Tod ihres Sohnes.

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Für ihr Wirken in Song Sung Blue, einer wahren Geschichte über ein Ehepaar, das als Neil-Diamond-Tribute-Band bekannt wird, hätte die Jüdin Kate Hudson den Golden Globe für die »Beste Hauptdarstellerin in einem Musical oder einer Komödie« einsammeln können, schrammte aber knapp an dieser Ehrung vorbei. Ihre Kollegin Rose Byrne gewann in dieser Kategorie für die Hauptrolle in dem Psycho-Comedy-Drama If I Had Legs I’d Kick You.

Gleich zwei jüdische Berühmtheiten, nämlich Adam Sandler und Sean Penn, zogen bei den männlichen Nebenrollen den Kürzeren. Penn war für die Rolle des Offiziers Steven J. Lockjaw in One Battle After Another nominiert, Sandler für seine Qualitäten als Darsteller des Filmmanagers Ron Sukenick im Comedy-Drama Jay Kelly. Ebenso erging es den für Marty Supreme verantwortlichen, jüdischen Drehbuchautoren Ronald Bronstein und Josh Safdie sowie den Komponisten Stephen Schwartz (Wicked: For Good) und Mark Ronson (Avatar: Fire and Ash).

Noah Whyle, Darsteller mit jüdischem Familienhintergrund, gehört zu den den Gewinnern der Golden Globes-Vergabe. Geehrt wurde er für sein Wirken in der Fernsehserie The Pitt. Als Intensivmediziner Michael »Robby« Robinavitch muss er in einer Klinik in Pittsburgh Leben retten und zugleich den Nachwuchs lehren.

Die aus einer jüdisch-orthodoxen Familie in New York stammende Natasha Lyonne hätte für ihre Rolle der Charlie Cale in Poker Face mit einem Globe bedacht werden können. Auch sie ging aber leer aus.

Geteiltes Schicksal

In der Kategorie »Bester männlicher Darsteller in einer Fernsehserie (Musical oder Komödie)« waren mit Adam Brody und Seth Rogen zwei Juden nominiert. Rogen gewann für sein Wirken in der satirischen Serie The Studio. Darin ist er Matt Remick, der neue Manager eines Studios, der gute Filme machen will, während er sich mit Kollegen herumärgern muss, die nur an Profite denken.

Rashida Jones, Hannah Einbinder und Jason Isaacs kamen aus der Golden Globe-Vergabe heraus, wie sie hineingegangen waren, nämlich als Nominierte, nicht aber als Gewinner. Dieses Schicksal teilen sie mit gleich drei Juden, die in der Kategorie »Stand-Up Comedy im Fernsehen« auf der Liste standen: Sarah Silverman, Brett Goldstein und Bill Maher.

Sarah Jessica Parker, die einen von ihrem Vater ausgehenden jüdischen Familienhintergrund hat, bekam den Sonderpreis »Carol Burnett Award« für ihr Lebenswerk.

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