Berlinale-Film

Special Screening: David Cunio in Berlin erwartet

Vor einem Jahr demonstrierte Berlinale-Prominenz auf dem Roten Teppich für die Freilassung der israelischen Geisel David Cunio aus Gaza. Damals gab es wenig Grund zur Hoffnung. Nun wird der Israeli, der mehr als zwei Jahre von der Hamas gefangen gehalten wurde, in Berlin erwartet – gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Eitan Cunio. Die Häuser der beiden Brüder im Kibbuz Nir Oz waren am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen überfallen worden. David wurde an diesem Tag zusammen mit seinem jüngeren Bruder Ariel Cunio in den Gazastreifen entführt, während Eitan und seine Familie den Terroristen entkommen konnten.

Anlass für den Berlin-Besuch der Cunio-Zwillinge ist eine besondere Filmvorführung im Kino Babylon: A Letter To David - The Complete Version von Regisseur Tom Shoval, der ebenfalls zu dem Event erwartet wird. Bei der Berlinale 2025 hatte der Israeli Shoval seinen Film A Letter To David präsentiert, der sich mit dem Schicksal der Cunio-Brüder auseinandersetzt. Damals hatte Shoval gesagt, sein Film werde erst dann abgeschlossen sein, wenn David Cunio aus Gaza zurückgekehrt sei.

Shoval und die Cunio-Zwillinge verbindet eine lange Geschichte: 2014 traten die Brüder aus dem Kibbuz Nir Oz, die zuvor noch nie vor der Kamera gestanden hatten, in seinem Berlinale-Film Hanoar/Youth auf.

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Am 7. Oktober 2023 wurde David Cunio gemeinsam mit seiner Frau Sharon Aloni Cunio und den damals drei Jahre alten Zwillingstöchtern Yuli und Emma nach Gaza verschleppt. Während seine Frau und die beiden Mädchen im Rahmen des ersten Geiselabkommens zwischen Israel und der Hamas im November 2023 freigelassen wurden, blieb David Cunio weiterhin in der Gewalt der Terroristen. Erst am 13. Oktober 2025 kam er gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Ariel aus der Geiselhaft frei.

Die geplante Filmvorführung von A Letter To David – The Complete Version in Berlin ist keine offizielle Veranstaltung der Internationalen Filmfestspiele Berlin (der Berlinale), sondern wird vom Kino Babylon und dem Future Narrative Fund in Kooperation mit der Berlinale, Tom Shoval, den Green Productions und Produzentin Nancy Spielberg von Playmount Productions organisiert.

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