Filmpreis

Sophie von der Tann übernimmt Partnerschaft für »Deutschen Menschenrechts-Filmpreis«

Sophie von der Tann Foto: picture alliance / dts-Agentur

Sophie von der Tann übernimmt die Partnerschaft für den aktuellen Wettbewerb des »Deutschen Menschenrechts-Filmpreis« (DMFP). Von 2021 bis Juli 2026 war von der Tann als ARD-Korrespondentin im Studio Tel Aviv tätig und berichtete von dort über Israel und die Palästinensergebiete. Die Journalistin setze sich für »uneingeschränkte Medien- und Meinungsfreiheit« ein und fordere »einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen menschenrechtlich hoch relevanten Freiheiten ein«. Sie lasse »in ihrer journalistischen Arbeit alle beteiligten Seiten zu Wort kommen und hinterfragt deren Positionen«, heißt es von Seiten des DMFP.

Der DMFP zeichnet seit 1998 Kino-, Fernseh- und Filmproduktionen aus, die sich »in herausragender Weise mit dem Thema Menschenrechte auseinandersetzen« und »einen eigenständigen Beitrag in aktuellen Menschenrechtsdebatten« leisten. Zur Trägerschaft des alle zwei Jahre in Nürnberg verliehenen Preises gehören Organisationen wie »Amnesty International Deutschland«, der »Deutsche Gewerkschaftsbund« oder das »Deutsche Institut für Menschenrechte«.

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Von der Tann selbst zufolge seien die universell geltenden Menschenrechte »heute so bedroht wie seit Langem nicht«. Auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, leisten die Filme, die der DMFP auszeichnet, einen wichtigen Beitrag: »Sie geben denjenigen eine Stimme, deren Rechte verletzt werden, und machen Menschenrechtsfragen sichtbar und erfahrbar«, so von der Tann.

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Für ihre Arbeit in Israel war die ehemalige ARD-Korrespondentin immer wieder in die Kritik geraten. So warf ihr zum Beispiel der bayrische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle im November 2025 eine Verharmlosung der Massaker vom 7. Oktober vor, nachdem sie laut einem Bericht der »Welt« in einem Hintergrundgespräch davon gesprochen haben soll, dass die Massaker eine »Vorgeschichte« hätten, die bis zum Zerfall des Osmanischen Reiches zurückreiche. Sowohl von der Tann als auch der ARD-Studioleiter widersprachen damals der Darstellung. ja

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