Hollywood

Scarlett Johansson macht bei »Exorzist«-Verfilmung mit

Die jüdische Schauspielerin Scarlett Johansson Foto: picture alliance / Sipa USA

Der Horrorfilm »Der Exorzist« (1973) von William Friedkin zählt zu den Kultklassikern des Kinos schlechthin. Linda Blair spielte damals ein von Dämonen besessenes Mädchen, Ellen Burstyn mimte ihre Mutter. Nun möchte Hollywood den gruseligen Filmstoff ein weiteres Mal neu auflegen - mit prominenter Besetzung: Scarlett Johansson (41, »Black Widow«) wird als Hauptdarstellerin mitwirken, wie US-Branchenblätter berichteten. »Scarlett ist eine brillante Schauspielerin, deren packende Darbietungen immer bodenständig und echt wirken«, wurde Regisseur Mike Flanagan zitiert. 

Flanagan (47), der zuletzt die Stephen-King-Verfilmung »The Life of Chuck« mit »Marvel«-Star Tom Hiddleston ins Kino brachte, ist bei dem Projekt als Regisseur, Autor und Produzent tätig. Der Film ist im »Exorzist«-Universum angesiedelt, soll aber weder ein Remake des Klassikers noch eine Fortsetzung des letzten Gruselstreifens »Der Exorzist - Bekenntnis« von 2023 sein. »Variety« zufolge sind die Dreharbeiten in New York geplant. Details über den Inhalt und die weitere Besetzung wurden zunächst nicht bekannt. 

Lesen Sie auch

Zwei Oscars für das Original

Der Original-Streifen von Regisseur Friedkin (1935 - 2023) um exorzistische Praktiken zweier Priester war für zehn Trophäen bei der Oscar-Verleihung 1974 nominiert worden und holte am Ende die Preise für das beste Drehbuch und den besten Ton. Es gab mehrere Fortsetzungen, die aber nicht an den Erfolg des Originals anknüpfen konnten. 

Flanagan verfilmte vor »The Life of Chuck« schon Stephen Kings Horrorromane »Doctor Sleep« und »Das Spiel« sowie »Ouija: Ursprung des Bösen«. Die Jüdin Scarlett Johansson kämpfte zuletzt in »Jurassic World: Die Wiedergeburt« (2025) gegen Dinosaurier an und gehört als »Black Widow« längst zu Hollywoods Superheldenriege. 2020 war sie gleich für zwei Oscar-Trophäen nominiert: für ihre Hauptrolle in dem Scheidungsdrama »Marriage Story« und für ihre Nebenrolle als alleinerziehende Mutter in der Nazi-Satire »Jojo Rabbit«. dpa/ja

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  08.09.2026

Philosophie

Zwischen Mensch und Maschine

Vor rund 100 Jahren kam Hilary Putnam 1926 in Chicago zur Welt. Der amerikanische Denker revidierte regelmäßig seine Positionen. Seine Philosophie ist überraschend dialogisch – was eine wenig bekannte judaistische Perspektive eröffnet.

von Richard Blättel  08.09.2026

Jubiläum

60 Jahre »Star Trek«: Faszinierend!

Vor 60 Jahren landete das Raumschiff »Enterprise« in den US-Wohnzimmern - und damit auch ein jüdischer Segen

von Alexander Brüggemann  08.09.2026

Kino

Wie ein Holocaust-Überlebender in Ostfriesland Frieden fand - Doku über die letzten Lebensjahre von Albrecht Weinberg

Albrecht Weinberg überlebte den Holocaust und wollte Deutschland für immer den Rücken kehren. Doch zum Ende seines Lebens fand er in seine Heimat Friedland zurück. Ein neuer Dokufilm zeigt seine letzten Jahre

von Kira Taszman  08.09.2026

Literatur

Shortlist für Deutschen Buchpreis veröffentlicht

Dana Vowinckel und Shida Bazya sind für die Auszeichnung nominiert – der Preisträger wird am 5. Oktober bekanntgegeben

 08.09.2026

Kommentar

Warum der Börsenverein des Deutschen Buchhandels nie wieder »Nie wieder!« sagen sollte

Wer Antisemitismus nur dort bekämpft, wo es bequem ist, bekämpft ihn nicht – und wer wie im Fall Maha El Hissy konkrete Vorwürfe nicht ernsthaft prüfen will, sollte aufhören, zu erklären, wie ernst er diesen Kampf nimmt

von Andreas Büttner  08.09.2026

Deutschland

Schoa-Überlebende und Antisemitismusbeauftragte rechnen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und Maha El Hissy ab

Die Hintergründe

 08.09.2026

»Imanuels Interpreten« (24)

Stan Getz: Der Saxofon-Poet

Wenn Getz live spielte, wollten alle da sein und zuhören. Der Vollblutmusiker kämpfte jedoch über Jahrzehnte hinweg mit Dämonen, die ihn zerstörten

von Imanuel Marcus  08.09.2026

Der deutsch-brasilianische Philosoph Carlos Fraenkel

Potsdam

Philosoph Fraenkel neuer Direktor des Potsdamer Einstein-Forums

Das Einstein-Forum in Potsdam hat mit dem Philosoph Carlos Fraenkel einen neuen Direktor. Für seine Zeit formuliert er deutliche Ziele

von Benjamin Lassiwe  07.09.2026