Das amerikanische Magazin »Time« hat seine diesjährige Liste der einflussreichsten Menschen veröffentlicht, darunter Politiker, Künstler und andere Persönlichkeiten.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu steht 2026 zum fünften Mal auf der Liste. In seinem Eintrag heißt es, er sei nach dem 7. Oktober für das schwerste Sicherheitsversagen in der Geschichte seines Landes verantwortlich gemacht worden, habe jedoch später ein politisches Comeback gefeiert.
Netanjahu ist nicht der einzige jüdische Regierungschef auf der »Time«-Liste der 100 einflussreichsten Menschen. Claudia Sheinbaum, Mexikos erste Präsidentin, wird von den Autoren mit Lob überhäuft. Druck von Trump und die Gewalt der Drogenkartelle werden als Herausforderungen genannt, die sie bestehe. Sheinbaums Reaktionen hätten »ein Paradebeispiel für Diplomatie« dargestellt.
Amodei und Lauren
Auch Trumps jüdischer Sondergesandter Steve Witkoff aus New York, der ursprünglich Anwalt, Unternehmer und Investor war, ist Teil der Liste. Selbiges gilt für Jacob Frey, den Bürgermeister von Minneapolis.
Hinzu kommen Unternehmer wie der als Ralph Lifshitz geborene Modezar Ralph Lauren. In dieselbe Kategorie gehören die jüdischen Geschwister Dario und Daniela Amodei. Es handelt sich um die Gründer des KI-Unternehmens Anthropic, das unter anderem »Claude« entwickelte, eine der populärsten KI-Plattformen.
Natürlich sind wie immer auch Künstler in die Liste aufgenommen worden, darunter die jüdische Schauspielerin Kate Hudsdon. Zu ihr gesellt sich ihr Kollege Ben Stiller, der zugleich Filmemacher und Comedian ist. Der Autor, Regisseur, Produzent und Schauspieler Noah Wyle hat über seinen Vater einen jüdischen Familienhintergrund. Letzteres gilt auch für den Musiker Noah Kahan, der es ebenfalls auf die Liste schaffte.