London

Boy George unterstützt Israel online und erntet dafür Hass-Kommentare

Boy George Foto: picture alliance / empics

Der Musiker Boy George hat Hunderte Reaktionen auf einen einem X-Post erhalten, in dem er Israel unterstützt. Viele davon bestehen aus Hass und Verschwörungsmythen über den jüdischen Staat. Es gab aber auch Zuspruch.

»It’s very trendy to hate Israel but I have always said ›fashion for the fragile, style for the brave‹«, schrieb das vor knapp 65 Jahren als George Alan O’Dowd geborene Multitalent. Die deutsche Übersetzung: »Es ist gerade sehr trendy, Israel zu hassen. Aber ich habe immer gesagt: ›Mode ist für die Zerbrechlichen, Stil für die Mutigen.‹«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Einige der positiven Antworten, die der in einem katholischen Elternhaus aufgewachsene Boy George dafür bekam, lauteten »Gott segne Dich!«, »Danke, dass Du Dich gegen den Hass aussprichst!« oder »Ich liebe Israel.«

Eine Frau schrieb: »Danke, George, nicht nur für Deine Unterstützung Israels, sondern auch für Deine Erkenntnis, dass ein Großteil des Hasses gegen Israel – und damit gegen uns Juden – nur deshalb entsteht, weil es gerade in Mode ist.«

Lesen Sie auch

Allerdings schienen die negativen Antworten zu überwiegen. »Wie kommt es, dass einige der schlimmsten Mitglieder der Gesellschaft Israel unterstützen?«, stand in einer davon. Ein anderer User schrieb »Fuck Israel«. In vielen Fällen beriefen sich X-Abonnenten in Hass-Antworten auf einen angeblichen Völkermord in Gaza.

Boy George ließ es sich nicht nehmen, persönlich auf einige der Kommentare zu antworten. »Was denkst Du über den 7. Oktober?«, entgegnete er auf einen davon. Auch persönliche Angriffe mit antisemitischem Inhalt konterte Boy George. »Du bist nur deshalb berühmt geworden, weil ein Jude Deine Perversion der breiten Masse aufzwingen wollte. Das ist alles«, schrieb ein User. Die Antwort des britischen Musikers, Malers und Diskjockeys Boy George: »Mmm! Bum bum diddly bum!« im

Interview

»Musik ist meine Heimat«

Die Sängerin Anna Margolina über Jazz, jiddische Lyrik und ihr Judentum

von Alicia Rust  14.07.2026

Medien

Wechsel im ARD-Studio Tel Aviv: Sophie von der Tann wird abgelöst

Während der BR seine Korrespondentin in höchsten Tönen lobt, wurde extern immer wieder heftige Kritik geübt. Von der Tanns Nachfolgerin in Israel ist Pia-Marie Steckelbach

 14.07.2026

Kommentar

Wenn Studenten wieder anfangen, Juden auszugrenzen

Es sind Beschlüsse wie der Boykott-Beschluss des Studierendenparlaments der Humboldt-Uni, bei denen man sich unwillkürlich fragt, ob die zukünftige sogenannte deutsche Bildungselite noch zu retten ist

von Leeor Engländer  14.07.2026

München

Bayerns 180-Grad-Restitutionswende

Der Freistaat hat sich entschieden, eine Bronze von Picasso zurückzugeben und dabei gleich seinen Umgang mit NS-Raubkunst zu reformieren

von Michael Thaidigsmann  14.07.2026

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  14.07.2026

London

Sacha Baron Cohen als »Ali G« in Wimbledon

Der britische Komiker und Schauspieler hat viele Gesichter. Eine Kunstfigur erscheint plötzlich beim Tennis

 14.07.2026

Sehen!

»In the Hand of Dante«

Die Handlung springt zwischen den Jahrhunderten hin und her. Trotzdem ist der Film mit Gal Gadot und Oscar Isaac ein gelungenes Werk

von Katrin Richter  13.07.2026 Aktualisiert

Paris

»Die Isolation Israels ist ein historisches moralisches Versagen«

»Es ist ein dunkler Moment für Juden auf der ganzen Welt«, sagt der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy. »Wir müssen stolz, stark und weise sein.«

 13.07.2026

Frauenfußball

Der Ball war nicht nur rund, sondern auch weiblich

Wie die österreichische Jüdin Ella Zirner-Zwieback zur Pionierin in einer von Männern dominierten Sportdisziplin wurde

von Martin Krauß  13.07.2026