Los Angeles

Rob und Michele Reiner: Todesursache steht fest

Rob Reiner (1947 - 2025) Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

»Harry und Sally«-Regisseur Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele sind an mehreren Stichverletzungen gestorben. Das geht aus Angaben der Gerichtsmedizin in Los Angeles hervor, auf die sich mehrere US-Medien berufen. Demnach erlag das Paar multiplen Verletzungen, die durch Gewalteinwirkung mit einem scharfen Gegenstand verursacht wurden. Die Todesart wurde als Tötungsdelikt eingestuft.

Die Polizei hatte Rob Reiner und seiner Ehefrau Michele am Sonntag tot in ihrem Haus in Los Angeles im Stadtteil Brentwood aufgefunden, nachdem sie von der Tochter des Paares alarmiert worden war. Sechs Stunden später wurde ihr 32 Jahre alter Sohn Nick Reiner festgenommen. 

Er erschien am Mittwoch erstmals vor Gericht, äußerte sich aber zunächst nicht zur Schuld oder Unschuld, wie US-Medien übereinstimmend berichteten. Dafür sei es noch »zu früh«, sagte sein Anwalt Alan Jackson. Der nächste Termin sei für den 7. Januar angesetzt. 

Zweifacher Mord

Es gebe »sehr komplexe und ernsthafte Herausforderungen, die mit diesem Fall verbunden sind«, sagte Jackson weiter. Die Öffentlichkeit und die Medien rief er auf, nicht überstürzt zu urteilen. Die Staatsanwaltschaft hatte den 32-Jährigen zuvor wegen zweifachen Mordes angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haft, möglicherweise sogar die Todesstrafe.

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Rob Reiner, Regisseur von Filmhits wie »Harry und Sally«, »Misery« und »Eine Frage der Ehre«, war 78 Jahre alt. Seine Frau Michele, die als Fotografin gearbeitet hatte, war nach Angaben der Staatsanwaltschaft 70 Jahre alt. Das seit 1989 verheiratete Paar hatte drei gemeinsame Kinder: Jake, Nick, und Romy. Zudem adoptierte der Regisseur die Tochter seiner ersten Ehefrau Penny Marshall. 

Der Verlust ihrer Eltern sei »schrecklich und verheerend«, teilten Jake und Romy Reiner in einer gemeinsamen Mitteilung mit. »Worte können nicht einmal ansatzweise den unvorstellbaren Schmerz beschreiben, den wir jeden Augenblick des Tages fühlen. Der schreckliche und verheerende Verlust unserer Eltern, Rob und Michele Reiner, ist etwas, das niemand jemals erleben sollte. Sie waren nicht nur unsere Eltern, sie waren unsere besten Freunde.« 

Sie baten um den Respekt ihrer Privatsphäre - und darum, dass »unsere Eltern mit den unglaublichen Leben, die sie gelebt haben, und der Liebe, sie gegeben haben, in Erinnerung bleiben«. dpa

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