Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Netta Barzilai hatte einen gemütlichen, aber aufregenden Abend beim Eurovision Song Contest (ESC). In einem Instagram-Video beschrieb die Gewinnerin von 2018, wie sie sich darauf vorbereitet hat. Sie hatte alkoholische Getränke zur Hand, ihre Haare zu Schnecken gerollt und fieberte mit. Zwischendurch telefonierte sie mit den Sängerinnen aus Griechenland und Dänemark und versicherte ihnen, dass sie einfach nur großartig waren. Auch an Yuval hatte sie eine Botschaft: »Yuval, das ist riesig!«

Rona-Lee Shi­mon war kürzlich in Indien beim »World Audio Visual & Entertainment Summit« (WAVES) und hatte dort offenbar eine wundervolle Zeit. Indien zählt zu einem der Lieblingsreiseziele der Schauspielerin (Fauda) und Tänzerin (Chicago), und die Fotos, die Shimon auf ihrem Instagram-Account postete, sahen auch sehr entspannt aus. Seit über zehn Jahren, sagte sie bei dem Kongress, fahre sie nach Indien und habe dort auch im Rahmen einer Theaterproduktion gearbeitet.

Barry Manilow (81) könnte am Kamin sitzen und in zahllosen Erinnerungen an sein ereignisreiches Leben schwelgen. Stattdessen wird er auch in den nächsten Wochen auf Bühnen stehen, singen und Klavier spielen. Am Freitag beginnt seine Tour mit 17 Konzerten von Pittsburgh (Pennsylvania) bis San José (Kalifornien). Hinzu kommt seine seit vier Jahren andauernde Konzertserie mit dem Titel »The Hits Come Home« in Las Vegas. Diese Vorstellungen finden sechsmal im Monat statt. Viel Zeit für ruhige Momente mit seinem Ehemann Garry Kief bleiben dem Komponisten, Produzenten, Sänger und Pianisten derzeit nicht.

Natalie Portman hat auf dem roten Teppich beim Filmfestival in Cannes mit ihrem Kleid für viel Aufsehen gesorgt. Die Schauspielerin, die dort ihren Film Arco präsentiert, trug ein Re-Design aus dem Haus Dior. Das Original des schwarz-weißen Kleides wurde bereits 1951 angefertigt und war Teil der damaligen Winter-Kollektion. Portmans Robe ist echte Handarbeit: 700 Stunden Arbeit stecken darin, davon 450 allein an Stickereien aus dem Atelier Safrane. Der Aufwand hat sich gelohnt: Der Look sah elegant und klassisch aus.

Delphine Horvilleur hat mit ihrem 2021 erschienenen Buch Living With Our Dead: On Loss and Consolation unter anderem die Vorlage für eine französische TV-Serie von Noé Debré und Benjamin Charbit geliefert. Le Sens Des Choses ist aktuell in Frankreich im Fernsehen zu sehen und begleitet die junge Rabbinerin einer liberalen Gemeinde in ihrem Alltag und auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität.

Art Garfunkel (83) tritt erstmals seit zehn Jahren in Israel auf. Diesmal erobert er die Bühne mit dem 30 Jahre jüngeren israelischen Star Aviv Geffen. Die beiden Singer/Songwriter werden am 29. Mai beim Rock-Festival »Neshef« im Tel Aviver HaYarkon Park vier Songs zusammen singen. Garfunkel sagte dem Sender N12: »Es ist viele Jahre her, dass ich zuletzt in Israel war. Ich bin aufgeregt. Israel wird immer grüner.« Im Duett mit seinem früheren Projektpartner Paul Simon (83) war Art Garfunkel zuletzt 1983 in Israel aufgetreten.

Daniel Day-Lewis (68) beendet eine achtjährige Schauspielpause. Der britische Darsteller wird im Herbst in dem Drama Anemone zu sehen sein, dessen Drehbuch er mit seinem Sohn Ronan Day-Lewis (26) schrieb. Der Sohn führt zudem die Regie. Zuletzt war Daniel Day-Lewis im Jahr 2017 in Der seidene Faden (Phantom Thread) zu sehen. Danach hatte er erklärt, er habe die Lust an der Schauspielerei verloren und werde daher nicht wieder in diesem Segment arbeiten. Seine Fans können sich jetzt glücklich schätzen.

Der alternde Hollywood-Superstar Michael Douglas (80) verspürt nach eigenen Angaben »kein brennendes Verlangen« nach der Schauspielerei. Der Publikation »Deadline« sagte er, er genieße seine Auszeit und sein Leben. Er wolle erst wieder schauspielern, »wenn sich etwas Gutes ergibt, das mir wirklich gefällt«. So ganz will er sich aber auch jetzt nicht vom Film-Business verabschieden: »Ich bin immer noch am Produzieren. Ich liebe es immer noch, Menschen zusammenzubringen.«

Berlin

Ruin und Rausch - Schau zeigt Berlin-Leben der 1910er und 20er Jahre

Glamour, Armut, Aufbruch: Die Neue Nationalgalerie Berlin zeigt mit »Ruin und Rausch«, wie Berlin in den 1910er und 20ern zwischen Glanz und Absturz, Chaos und Ekstase lebte. Was das »Babylon Berlin«-Lebensgefühl prägte

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Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

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In Frankfurt zeigt das Jüdische Museum in einer Kabinettausstellung mehr als 200 Werke des Malers und Zionisten Armin Stern

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In dieser Rolle darf die Regisseurin und Darstellerin sie über den Goldenen Löwen entscheiden

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Venedig

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Solange Farkas und die anderen vier Jurorinnen erklären, sie wollten Staaten nicht in die Preisentscheidung einbeziehen, deren Regierungschefs vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagt seien

 24.04.2026

Augsburg

Neue »Initiative Antisemitismuskritik & Theater« geplant

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von Christopher Beschnitt  23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026