Gerechtigkeit

Niederlande wollen NS-Raubkunst komplett zurückgeben

US-General Eisenhower (r.) informiert sich über die Entdeckung von Raubkunst im Salzstollen von Merkers (Archiv). Foto: claimscon.org

Die Niederlande wollen alle von den Nazis im Zweiten Weltkrieg geraubten Kunstwerke zurückgeben. Zunächst werde die Herkunft der Kunstwerke untersucht, wie die Regierung in Den Haag nun in diesen Tagen mitteilte.

Sollte der ursprüngliche Eigentümer oder seine Erben nicht mehr ausfindig gemacht werden können, werde die Kunst an die jüdische Gemeinschaft gegeben. Diese begrüßte die Entscheidung als »Durchbruch« und »moralisch richtig«.

In Museen und Sammlungen der Niederlande befinden sich noch rund 3200 Bilder und Objekte, die während des Krieges jüdischen Eigentümern gestohlen worden waren. Manche mussten ihren Besitz auch unter Druck verkaufen. 

Die Niederlande hatten seit 2007 keine strukturellen Untersuchungen mehr nach der Herkunft der Kunstwerke angestellt. Eine von der Regierung eingesetzte Untersuchungskommission urteilte im vergangenen Jahr, dass dies gegen internationale Vereinbarungen verstoße. 

»Es war immer die Auffassung des CJO, dass der niederländische Staat auf keinerlei Weise profitieren darf vom Mord an sechs Millionen Juden und ihrer Beraubung während des Zweiten Weltkrieges«, erklärte der zentrale Verband jüdischer Organisationen (CJO). Kunst, die an den Verband fällt, soll für Bildungsprojekte eingesetzt werden. 

Berlin

Ruin und Rausch - Schau zeigt Berlin-Leben der 1910er und 20er Jahre

Glamour, Armut, Aufbruch: Die Neue Nationalgalerie Berlin zeigt mit »Ruin und Rausch«, wie Berlin in den 1910er und 20ern zwischen Glanz und Absturz, Chaos und Ekstase lebte. Was das »Babylon Berlin«-Lebensgefühl prägte

von Karin Wollschläger  24.04.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richter, Sabine Brandes, Imanuel Marcus  24.04.2026

Gesundheit

Brauchen Babys Fleisch?

Forscher der Ben-Gurion-Universität werfen ein neues Licht auf weit verbreitete Vorstellungen

von Sabine Brandes  24.04.2026

Kunst

Der Augenmensch

In Frankfurt zeigt das Jüdische Museum in einer Kabinettausstellung mehr als 200 Werke des Malers und Zionisten Armin Stern

von Eugen El  24.04.2026

Aufgegabelt

Schnelle Atayef

Rezept der Woche

von Katrin Richter  24.04.2026

Film

Maggie Gyllenhaal wird Jury-Chefin der Filmfestspiele von Venedig

In dieser Rolle darf die Regisseurin und Darstellerin sie über den Goldenen Löwen entscheiden

 24.04.2026

Venedig

Jury der Biennale schließt Israel und Russland von Preisvergabe aus

Solange Farkas und die anderen vier Jurorinnen erklären, sie wollten Staaten nicht in die Preisentscheidung einbeziehen, deren Regierungschefs vom Internationalen Strafgerichtshof angeklagt seien

 24.04.2026

Augsburg

Neue »Initiative Antisemitismuskritik & Theater« geplant

Theaterleute wollen sich gemeinsam gegen Judenhass im Kontext Bühne stellen. Dazu planen sie die Gründung einer neuen Initiative in Augsburg. Beteiligt sind auch Akteure aus anderen Teilen Deutschlands

von Christopher Beschnitt  23.04.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026