USA

Natalie Portman kritisiert Gewalt durch ICE-Beamte

Die israelisch-amerikanische Darstellerin Natalie Portman Foto: picture alliance / abaca

Natalie Portman hat beim Sundance Film Festival deutliche politische und kulturpolitische Akzente gesetzt. Am Rande einer Präsentation ihres neuen Films The Gallerist verurteilte die israelisch-amerikanische Schauspielerin das Vorgehen der US-Behörde ICE scharf.

Portman erschien zu Terminen beim Festival mit Ansteckern, auf denen unter anderem »ICE Out« und »Be Good« zu lesen war. Letzterer bezieht sich auf Renée Good, die Anfang des Monats in Minneapolis bei einem Einsatz von ICE getötet wurde.

Die Darstellerin sagte in Interviews, angesichts der aktuellen Ereignisse könne sie nicht unpolitisch bleiben. »Es ist wirklich unmöglich, nicht über das zu sprechen, was gerade passiert, und über die Brutalität von ICE – und dass sie sofort beendet werden muss«, sagte sie.

Lesen Sie auch

Gleichzeitig beschrieb Portman die Stimmung als widersprüchlich. Das Sundance-Festival sei ein Ort der Freude und des gemeinschaftlichen Feierns, doch diese Freude stehe im starken Kontrast zu einer Gesellschaft, die sich in einer schweren Krise befinde. »Es ist ein bittersüßer Moment, etwas zu feiern, auf das wir so stolz sind, vor dem Hintergrund eines Landes, das leidet«, sagte die Schauspielerin. Zugleich betonte sie, dass viele Menschen in den USA derzeit Solidarität zeigten und füreinander einträten.

Die in Jerusalem als Tochter einer Künstlerin und eines Gynäkologen geborene Natalie Portman wurde 1995 als Teenagerin durch eine Rolle in dem Thriller Heat des ebenfalls jüdischen Regisseurs Michael Mann bekannt. Seither wirkte sie unter anderem in mehreren Star-Wars-Episoden mit sowie in V for Vendetta, Black Swan, No Strings Attached, Thor, Jackie, Annihilation und zahlreichen anderen Streifen. im

Berlinale-Film

Special Screening: David Cunio in Berlin erwartet

Das Kino Babylon zeigt vier Monate nach der Freilassung der israelischen Hamas-Geisel eine neue Fassung des Films »A Letter To David«

von Ayala Goldmann  12.02.2026

Meinung

Schuld und Sühne?

Martin Krauß irritiert der Umgang mancher Medien mit dem »Dschungelcamp«-König Gil Ofarim

von Martin Krauß  12.02.2026

Kulturkolumne

»Konti: Mission BRD«

Meine Bewältigung der Einwanderung nach Deutschland: Wie ich als Immigrant ein Brettspiel entwickelte

von Eugen El  12.02.2026

Hollywood

Rachel Weisz spielt in Neuauflage von »Die Mumie« mit

Beim dritten Teil hatte die Schauspielerin eine Mitwirkung abgelehnt, da sie das Drehbuch nicht überzeugt hatte. Auf den neuesten Film müssen Fans noch etwas warten

 12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Filmfestspiele

Was die Berlinale diesmal bietet

Wieder läuft keine israelische Produktion im Wettbewerb. Dafür finden sich viele jüdische und israelische Perspektiven im gesamten Programm

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Berlinale

»Wir wollen die Komplexität aushalten«

Wenn die Welt um einen herum verrücktspielt, helfen nur Offenheit und Dialog, sagt Festivalchefin Tricia Tuttle

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Meinung

Oliver Pochers geschmacklose Witze über Gil Ofarim

Der Comedian verkleidet sich auf Instagram als Ofarim und reißt Witzchen über die Schoa. Während echte Komiker Humor stets als ein Mittel nutzen, um sich mit den Schrecken und Abgründen dieses Verbrechens auseinanderzusetzen, tritt Pocher nur nach unten

von Ralf Balke  11.02.2026

Nachruf

Israels verkanntes Musikgenie

Unser Autor hörte Matti Caspi schon als Kind bei einem Konzert im Kibbuz. Eine persönliche Erinnerung an den Sänger und Komponisten, der mit 76 Jahren an Krebs gestorben ist

von Assaf Levitin  11.02.2026