Programm

Lesung, Führung, Erinnerung: Termine und TV-Tipps

»Zeugin der Zeit: Eva Szepesi – Die Angst weicht nie«: Sonntag, 18. Januar, 21 Uhr ARDalpha Foto: Marco Limberg

Aachen
Als Nachkomme von Holocaust–Überlebenden macht Achim Doerfer sich auf die Suche nach einem Gefühl, das nach dem Ende des Nationalsozialismus und dessen gigantischen Verbrechen seltsam blass blieb: der Wunsch nach Vergeltung, nach Rache. »Achim Doerfer: Irgendjemand musste die Täter ja bestrafen« – Lesung
Mi 21. Januar, 19 Uhr | Couven Museum, Hühnermarkt 17

Berlin
Lesung »›Sadismus oder Wahnsinn‹ von Jeanette Wolff« mit Nina Kunzendorf. Anmeldung unter veranstaltungen@stiftung-denkmal.de
Do 15. Januar, 18 Uhr | Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30

Berlin
Autorenlesung »Ricarda Messner: Wo der Name wohnt« mit Moderatorin Ingrid Ossig. Musikalische Begleitung: Marco Heise
Do 22. Januar, 19 Uhr | Eberhard-Ossig-Stiftung, Markgrafenstraße 88

Jena
»Was ist jüdische Musik?« – Dieser Frage geht der international renommierte Gitarrist Lucian Plessner in einem einleitenden Vortrag nach und interpretiert in einem anschließenden Konzert jüdische Komponisten aus 1000 Jahren sefardischer und aschkenasischer Provenienz und skizziert ihren Beitrag zur Hochkultur.
Mi 21. Januar, 18.30 Uhr | KuBuS – Zentrum für Kultur, Begegnung und Sport, Theobald-Renner-Straße 1a

Leipzig
Ausstellungsführung »Der bestimmende Blick. Bilder jüdischen Lebens im Nachkriegspolen«
Mo 19. Januar, 12 Uhr | Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Goldschmidtstraße 28

Lilienthal b. Bremen
Obwohl Hannah Arendt sich zeitlebens niemals als religiöser Mensch verstand, war ihr Denken geprägt durch ihre jüdische Identität und ihre vom Judentum gekennzeichnete Vita. »Das Judentum im Werk und in der Biografie von Hannah Arendt – Zum 50. Todestag der Philosophin« – Vortrag von Brigitte Olk-Koopmann
Mo 19. Januar, 19 Uhr | Villa Ichon, Goetheplatz 4

TV und Radio

»Schabat Schalom«: Das Magazin berichtet aus dem jüdischen Leben mit Nachrichten, Interviews, Berichten und Kommentaren. Dazu die Wochenabschnittsauslegung der Tora
Freitag, 16. Januar, 19.32 Uhr NDR Info Radio

»Sinfonie der Tausend«: Gustav Mahlers größtes Werk mischt Gattungen und Texte. Unter der Leitung ihres Chefdirigenten Kirill Petrenko stellen sich die Berliner Philharmoniker dem Riesenwerk.
Freitag, 16. Januar, 20 Uhr Deutschlandfunk Kultur Radio

»Zeugin der Zeit: Eva Szepesi – Die Angst weicht nie«: Eva ist zwölf Jahre alt, als sie vor den Nationalsozialisten aus Budapest fliehen muss. Sie erlebt Dinge, die an Unmenschlichkeit nicht zu übertreffen sind. Sie verliert alles, was ihr lieb ist. Und: Sie überlebt Auschwitz. Nun erzählt sie ihre Geschichte.
Sonntag, 18. Januar, 21 Uhr ARDalpha TV

»Zurück in den Bunker?«: Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Expertinnen und Experten sowie Vertreterinnen und Vertreter der jungen Generation erzählen von Angst und dem Bedürfnis nach Sicherheit in einer sich verändernden Welt. So wie beispielsweise Henry Foner, der während des Zweiten Weltkriegs mit einem der sogenannten Kindertransporte nach Wales kam und dort im Schutzraum saß. Heute muss er diese Erfahrung in Israel wieder machen, gemeinsam mit seiner Enkelin Mor Atsmon.
Mittwoch, 21. Januar, 22.45 Uhr BR TV

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Zahl der Woche

810.000 wahlberechtigte Israelis

Fun Facts und Wissenswertes

 28.10.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 4. November

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Philologie

Mehr als Dolmetscher

Jüdische Übersetzer haben nicht nur zwischen den Sprachen vermittelt, sondern dabei auch eigene Denkformen geprägt

von Katharina Hillmann  27.10.2026

Bucerius Kunst Forum

Verstreute Meisterwerke

Eine Ausstellung in Hamburg vereint rund 100 Gemälde, Grafiken und Skulpturen aus 15 jüdischen Sammlungen und erinnert an den Kunstraub der Nationalsozialisten

von Edgar S. Hasse  27.10.2026

Kino

Wiener Blut

Ulrike Ottinger lädt in der Horrorkomödie »Die Blutgräfin« zum morbiden Vampirvergnügen und schwelgt in opulenten Bildern. Isabelle Huppert geht perfekt gestylt auf Beutezug

von Anna Maria Pahlke und Sophie Albers Ben Chamo  27.10.2026

Jerusalem

Cohen interpretiert Cohen

Der israelische Jazz-Musiker Avishai Cohen hat sich für sein neues Album ein Buch des legendären Singer-Songwriters Leonard Cohen vorgenommen

von Imanuel Marcus  27.10.2026

Nachruf

»Star Trek«-Star Walter Koenig ist tot

Seine Rolle als Pavel Chekov hatte eine humoristische Funktion. Der Charakter sollte jüngere Zuschauer ansprechen

 27.10.2026