Vorwürfe

Kritik an Gil Ofarim: Jetzt äußert sich sein Bruder

Tal und Gil Ofarim im Jahr 2010. Foto: imago stock&people

Kurz vor dem Start der neuen Staffel von »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!« sorgt die Teilnahme von Musiker Gil Ofarim weiterhin für Diskussionen. In der RTL-»Warm-up-Show« äußerte sich nun erstmals dessen Bruder Tal Ofarim öffentlich zu dem bevorstehenden Auftritt – und bremste mögliche Erwartungen an neue Aussagen deutlich.

Auf die Frage, ob Zuschauer im Dschungelcamp mit weiteren Einordnungen des Antisemitismus-Vorwurfs aus dem Jahr 2019 rechnen könnten, zeigte sich Tal Ofarim zurückhaltend. »Grundsätzlich würde ich die Erwartungen nicht allzu hochstecken, denn es gab ja schon mehrere Möglichkeiten, sich dazu zu äußern«, sagte er in der Sendung. Es würde ihn »wundern«, wenn sein Bruder dazu noch deutlich mehr sagen werde.

Gil Ofarim hatte die Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels später als falsch eingeräumt und sich öffentlich entschuldigt. Dass er sich seitdem nicht weitergehend geäußert habe, habe, so sein Bruder, »natürlich auch seine Gründe«, ohne diese näher zu erläutern.

Lesen Sie auch

Zugleich zeigte Tal Ofarim Verständnis für die anhaltende Kritik an der Personalie. Diese sei »ein Stück weit nachvollziehbar, weil man natürlich nicht alles miterleben konnte oder auch nur das mitbekommen hat, was in den Medien steht«. Er betonte jedoch, dass sein Bruder vielen Menschen persönlich unbekannt sei.

Für die Zeit im Camp wünsche er Gil Ofarim »starke Nerven« und hoffe, dass er den Aufenthalt »sportlich sieht«. Sein Bruder sei ehrgeizig und werde versuchen, sich zu beweisen – »auch wenn er jede Prüfung machen muss«.

Die neue Staffel des RTL-Dschungelcamps startet in wenigen Tagen. Ofarim gilt bereits jetzt als einer der umstrittensten Teilnehmer der diesjährigen Ausgabe. ja

Interview

»Schriftsteller sind quasi die Putzfrauen des Literaturbetriebs«

Slata Roschal über den Bachmannpreis, prekäre Lebenssituationen von Autoren und das Schreiben nach dem 7. Oktober 2023

von Katrin Richer  30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Für den frischgebackenen Leiter des ARD-Studios Nairobi ist die »Jüdische Allgemeine« ein Propaganda-Sprachrohr der israelischen Regierung. Eine Entgegnung

von Michael Thaidigsmann  29.06.2026

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Festival

Trotz Rekordhitze: Tausende Gäste bei Jüdischer Woche in Leipzig

Trotz der sommerlichen Hitze und damit verbundener Programmänderungen seien die Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auf großen Zuspruch gestoßen

 29.06.2026

Zahl der Woche

16 Stunden 25 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 28.06.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Warum sich jüdische Mädchen mehr für Fußball begeistern sollten

von Nicole Dreyfus  27.06.2026

Interview

»Deutsch-jüdische Geschichte ist nichts Verstaubtes«

Der Judaist Alexander Dubrau über seine neue Aufgabe als Direktor des Leo Baeck Instituts Jerusalem, akademische Herausforderungen und den Austausch mit der breiten Öffentlichkeit

von Sabine Brandes  27.06.2026

Sachbuch

Altern als Bühne

Der Schweizer Autor Roger Schawinski hält Boomern den Spiegel vor und plädiert für Genuss und Lebensfreude bis zum Schluss

von Nicole Dreyfus  27.06.2026

»Tage des Exils«

Zirkuskunst, Klezmer und Theater: »Tsirk Dobranotch« kommt nach Frankfurt

Ein außergewöhnliches Zusammenspiel aus Zirkuskunst, jiddischem Theater und Klezmermusik erwartet Besucher im August

 26.06.2026