Berlin

Dschungelcamp-Kandidatin stichelt gegen Gil Ofarim: »Ganz übel«

Gil Ofarim im April 2025 auf der Bühne Foto: picture alliance/dpa

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Dschungelcamp-Kandidatin stichelt gegen Gil Ofarim: »Ganz übel«

Die Teilnahme des jüdischen Musikers sorgt für heftige Reaktionen. Nun wirft ihm auch Kandidatin Belstler-Boettcher Fehlverhalten in der sogenannten Davidstern-Affäre vor

 09.01.2026 10:01 Uhr

In der Debatte um die Teilnahme von Musiker Gil Ofarim am RTL-Dschungelcamp hat nun auch Mitkandidatin Nicole Belstler-Boettcher den Sänger kritisiert. »Wie er da gelogen hat, das finde ich ganz übel. Für mich sind das Sachen, die kann man nicht machen«, sagte die 62-jährige Schauspielerin der »Bild«-Zeitung.

Weiter sagte Belstler-Boettcher: »Man kann doch nicht lügen und riskieren, dass jemand seinen Job verliert. Und es ist erst zwei Jahre später herausgekommen. Das ist ein No-Go.«

Ofarim hatte im Oktober 2021 in einem Video Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erhoben: Dieser habe ihn aufgefordert, seine Kette mit Davidstern abzunehmen, damit er einchecken könne. Die »Davidstern-Affäre« hatte auch international für Aufsehen gesorgt.

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Vor dem Landgericht Leipzig legte Ofarim später ein Geständnis ab. Er räumte ein, die Antisemitismusvorwürfe gegen den Hotelmitarbeiter erfunden zu haben und entschuldigte sich. Das Gerichtsverfahren wurde im November 2023 eingestellt. Der Musiker musste als Auflage einen Geldbetrag von 10.000 Euro zahlen. Infolge des Prozesses hatte sich Ofarim weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Die neue Staffel von »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!« beginnt am 23. Januar. An der Teilnahme Ofarims gibt es heftige Kritik. In den sozialen Netzwerken forderten etliche User den Ausschluss Ofarims aus dem Dschungelcamp, einige kündigten sogar einen Boykott der Sendung an. 

RTL verteidigte die Entscheidung in einer Kommentarspalte auf Instagram: »Gil Ofarim hat sich für seine falschen Anschuldigungen juristisch verantwortet. Sein Weg umfasst mehr als die damaligen Ereignisse.«

Der jüdische Sänger meldete sich ebenfalls in einem Einspieler zur neuen Staffel zu Wort: »Ich kann nicht in die Vergangenheit gehen und Dinge ungeschehen machen. Was ich nur machen kann, ist aufstehen und von vorne anfangen«, sagte der 43-Jährige dort.

Ofarim, Sohn des 60er-Jahre-Stars Abi Ofarim, hatte seinen Durchbruch in den späten 1990er Jahren mit einer Foto-Love-Story in der Jugendzeitschrift »Bravo«. Damals wurde er mit englischen Popsongs zum Teenie-Star - und legte auch den Grundstein für seine spätere TV-Karriere (»Let’s Dance«, »The Masked Singer«). dpa/ja

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