Kultur

Klein wünscht sich mehr Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus im Kulturbetrieb

Felix Klein Foto: Chris Hartung

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat antisemitische Äußerungen im Kulturbereich kritisiert. »Ich sehe es mit großer Sorge, dass im Kunst- und Kulturbereich Künstlerinnen und Künstler die Bühne nutzen, um vor großem Publikum antiisraelischen Hass und Hetze zu verbreiten«, sagte er im Gespräch mit der Funke Mediengruppe.

Im konkreten Fall gilt seine Besorgnis dem geplanten Auftritt der palästinensisch-stämmigen Techno-DJane Sama Abdulhadi beim Habitat-Festival im Juli in Hamburg. Sie ordne in den sozialen Medien »das Massaker vom 7. Oktober 2023 als legitimen, palästinensischen Widerstand (unter dem Kampfbegriff der Hamas, ‚Toufan Al Aqsa‘) ein«. Die Künstlerin vermittele »ein hochgradig polarisierendes, antisemitisches Weltbild«.

Kein Visum

Klein lobte »die Wehrhaftigkeit gegen Antisemitismus«, wie sie Australien gezeigt habe. Dort sei Sama Abdulhadi wegen ihrer Haltung breite Kritik entgegengeschlagen. »Ihr wurde letztlich kein Visum ausgestellt, sodass sie verschiedene Auftritte nicht antreten konnte.«

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Auch dem Rapper Kanye West, der immer wieder mit antisemitischen Aussagen provoziert hat, wurde die Einreise nach Großbritannien verweigert.

Eine solche Wehrhaftigkeit wünsche er sich auch aus Hamburg. Das Habitat ist ein Festival für elektronische Musik in Hamburg. epd/ja

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