Der amerikanische Soul-Sänger John Legend übernimmt in dem Film The Road Home die Rolle des 2023 verstorbenen Sängers, Schauspielers und Bürgerrechtsaktivisten Harry Belafonte, dessen Großvater väterlicherseits ein sefardischer Jude aus den Niederlanden war. Der Film von Bill Condon erzählt die Geschichte der südafrikanischen Musiklegenden Hugh Masekela und Miriam Makeba sowie ihrer Verbindung zu Belafonte. Die Dreharbeiten haben bereits in Südafrika begonnen. Legend erklärte, es sei für ihn ein »Privileg«, Belafonte zu verkörpern: »Er war ein außergewöhnlicher Mensch, der ein monumentales, revolutionäres Leben geführt hat.«
Georgina Rodríguez hat ein hebräisches Wort aus einem Post durch ein japanisches ersetzt. Die Partnerin des portugiesischen Fußballstars Cristiano Ronaldo hatte zuvor einen Beitrag aus dem Familienurlaub auf der spanischen Insel Mallorca mit dem hebräischen Wort für »gesund« veröffentlicht. Die einfache Botschaft führte jedoch innerhalb kurzer Zeit zu Tausenden Kommentaren. Viele Nutzer fragten sich, warum sie ausgerechnet Hebräisch gewählt habe, und machten daraus eine politische Debatte. Das führte offenbar zur Löschung des Wortes.
Michael Zavros ist mit dem bekannten australischen »Archibald Prize 2026« ausgezeichnet worden. Zavros erhielt in der Kategorie »People’s Choice« 45.769 Stimmen. So viele Beteiligungen seien noch nie verzeichnet worden. Der Maler wurde für sein Gemälde von Alex Ryvchin ausgezeichnet, einem Autor, Anwalt und Co-Vorsitzenden des »Executive Council of Australian Jewry«. Es zeigt Ryvchin in hochgekrempelter grauer Jeans, mit weißem T-Shirt und Tefillin im Wasser stehend. Das Bild sei wenige Wochen nach dem Anschlag von Bondi Beach entstanden. Ryvchin habe den australischen Juden nach dem Attentat viel Kraft gegeben und Trauer und Wut einfühlsam und klar angesprochen.
Hazeevot sind noch bis Mitte August auf Sommer-Tour. Das israelische Frauenkollektiv tritt unter anderem beim »Openair am Bielersee« in der Schweiz und beim Silvatica Festival in Saurach auf. Hinter den Sängerinnen liegen allerdings nicht nur Konzerte in kleineren Locations. Zwischendurch gaben sie auch viele Workshops zu den Themen Kunst, Community und Feminismus.
Rob Reiner schuf mit Stand by Me einen der berühmtesten Jugendfilme der Kinogeschichte. Die Stephen-King-Verfilmung wird jetzt 40 Jahre alt und ist unter anderem in der ZDF-Mediathek zu sehen. Reiner arbeitete während der Dreharbeiten eng mit den jungen Darstellern River Phoenix, Wil Wheaton, Corey Feldman und Jerry O’Connell zusammen. »Ich wollte nicht, dass die Kinder schauspielern«, erklärte er damals. Stattdessen ließ er sie eine Woche lang gemeinsame Übungen absolvieren, um echte Freundschaft und glaubwürdige Emotionen vor der Kamera entstehen zu lassen. Reiner wurde im Dezember 2025 mit seiner Ehefrau Michele Singer Reiner tot in seinem Haus in Los Angeles aufgefunden. Ermittler erhoben später Anklage gegen seinen Sohn Nick.
Nach einem Streit um seinen israelsolidarischen Song We Will Dance Again hat sich Popstar Boy George von dem Manager seines Plattenlabels BGP getrennt, da sich dieser geweigert hatte, das Lied zu publizieren. Auf X kündigte der Sänger an, den Song nun offiziell veröffentlichen zu wollen. Boy George, der wegen des Songs sowohl scharf kritisiert als auch von jüdischen Organisationen und Israels Außenminister Gideon Sa’ar gelobt wurde, schrieb weiter: »Wenn jemand rückgratlos ist, fällt es wirklich nicht schwer, Abschied zu nehmen. Mein Glaube an die Menschlichkeit wird dadurch nicht erschüttert, und am Ende wird die Wahrheit immer siegen.«
Gal Gadot hat in einer Instagram-Story über die herausfordernden Dreharbeiten zu ihrem neuen Film The Runner gesprochen. In dem Thriller, der am 2. September bei Prime Video Premiere haben wird, muss eine Anwältin und Mutter – gespielt von Gadot – um das Leben ihres entführten Sohnes laufen. Gadot stellte sich anfangs die Frage, wie sie das wohl durchhalten solle: »Ich bin keine Läuferin, ich hasse es zu joggen.« Erschwerend kam hinzu, dass sich die Schauspielerin zwei Wochen vor Ende der Dreharbeiten den Fuß brach.
Hat Aaron Taylor-Johnson noch Chancen auf die Rolle des James Bond? Das Rästselraten um den nächsten 007 gehen weiter, doch nach Angaben der neuen Bond-Produzentin Amy Pascal soll die Entscheidung noch in diesem Jahr fallen. Der jüdische Schauspieler Taylor-Johnson galt lange als Favorit auf die Nachfolge von Daniel Craig. Inzwischen werden jedoch auch andere Namen gehandelt, und britischen Medien zufolge suchen die Produzenten eher einen bislang weniger bekannten britischen Darsteller Ende 20 oder Anfang 30 – ein Profil, das nicht unbedingt für den 36-jährigen Star Taylor-Johnson spricht. Regie beim nächsten Bond-Film führt Denis Villeneuve, das Drehbuch stammt von Steven Knight.