Berlin

Jüdische Kunstschule und UdK wollen kooperieren

Die Universität der Künste in Berlin Foto: picture alliance / Joko

Die Universität der Künste Berlin (UdK) und das Institut für Neue Soziale Plastik unterzeichnen an diesem Mittwoch eine Kooperationsvereinbarung: Die Jüdische Kunstschule, die vom Institut für Neue Soziale Plastik initiiert wurde, soll künftig in Räumlichkeiten der UdK Berlin Kurse und Masterclasses anbieten. Das teilte das Institut mit. Das Programm richte sich an jüdische und antisemitismuskritische Künstlerinnen und Künstler und biete ihnen einen geschützten Raum für die eigene künstlerische Entwicklung und das eigene Schaffen.



»Wir freuen uns sehr über diese wichtige Zusammenarbeit«, wurde der Präsident der UdK Berlin, Markus Hilgert, zitiert. »Die Jüdische Kunstschule ist für uns die offensichtliche Partnerin für eine solche Kooperation. Seit Jahren zeigen hier internationale Spitzenkünstler:innen kritisch Haltung – und bleiben doch im Dialog. Mit diesem Angebot senden wir auch ein wichtiges Signal an unsere eigenen jüdischen und antisemitismuskritischen Studierenden. Denn sie erhalten durch die Kooperation vorzugsweisen Zugang zu dem hochwertigen Angebot. Das ist für uns ein besonderer Gewinn.« 



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»Die Jüdische Kunstschule verbindet Schutz und Offenheit, institutionelle Verantwortung und künstlerische Qualität«, sagte Stella Leder vom Institut für Neue Soziale Plastik. »Dass die UdK Berlin diesen Weg mit uns geht und ihre Zusammenarbeit mit der Jüdischen Kunstschule auf eine verbindliche Grundlage stellt, ist vorbildlich – für eine Kulturpolitik, die nicht nur auf Krisen reagiert, sondern strukturelle Veränderungen fördert.« 



Der Kooperationsvereinbarung vorausgegangen war die Erarbeitung eines gemeinsamen Schutzkonzepts. »Uns allen war klar: Wir wollen keinen isolierten Rückzugsraum, sondern einen Prozess, der im besten Falle die ganze Institution erfasst«, so Stella Leder. »Schutz« sei dabei weit gefasst und bedeute neben offensichtlichen Sicherheitsmaßnahmen auch einen strukturellen Veränderungsprozess, der die Reflexion über Antisemitismus zur selbstverständlichen Grundlage institutionellen Handelns mache. ja

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