Frankfurt am Main

Jüdische Kulturwochen: Vielfalt programmiert

Emanuel Gat und seine Dance Company kommen zu den Jüdischen Kulturwochen Frankfurt. Foto: picture alliance / Ernst Wukits / EXPA / picturedes

In Frankfurt am Main stehen vom 19. Oktober bis zum 2. November die Jüdischen Kulturwochen 2025 an. Geboten wird kulturelle Vielfalt.

Die Organisatoren der Jüdischen Gemeinde Frankfurt am Main gaben soeben das Motto des Events bekannt: »Hi there!« Sie luden Interessierte ein, »jüdisches Leben in all seinen Facetten kennenzulernen – lebendig, offen und mitreißend.«

Auch versprachen sie »ein spannendes Programm aus Musik, Theater, Lesungen, Tanz und Comedy, das Brücken baut zwischen Geschichte und Moderne, zwischen Frankfurt und der Welt.« Es geht laut Gemeinde um Begegnungen, Gespräche sowie die Entdeckung neuer Perspektiven.

Besonderer Blick

Zu den Highlights der Kulturwochen gehören gleich vier Performances des Choreografen Emanuel Gat und seiner Dresden Frankfurt Dance Company.

»Das Einzige, das bei einer Choreografie von Emanuel Gat vorher festgelegt ist, ist das Wie. Das Was, das Wovon und das Warum sind Elemente, die sich aus dem Geschehen heraus ergeben«, heißt es in der Beschreibung. Denn »die Frage, worum es in einer choreografischen Arbeit geht, ist fast, als würde man vor Beginn eines Fußballspiels fragen, wie der Spielstand ist.« Der in Israel geborene Gat und seine Tänzer beschäftigen sich mit zwei Liedern aus Gustav Mahlers Zyklus »Das Lied von der Erde«.

Rachel Creeger, die einzige orthodox-jüdische Standup-Comedienne aus Großbritannien, wird ebenfalls in Frankfurt erwartet. In ihrem Programm fällt ihre feine Selbstironie ebenso auf wie ihr besonderer Blick auf Religion, Familie und kulturelle Identität. Der Alltag im orthodoxen Elternhaus und absurde Anekdoten aus ihrem Leben als »Rabbinertochter mit Mikrofon« gehören dazu.

»Jews Undercover«

Diskutiert wird bei den Kulturwochen auch: »Solidarität in Zeiten multipler Krisen«. Das ist der Titel eines Panels mit Nargess Eskandari-Grünberg, Bürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, der Künstlerin Maya Roisman, des Bildners Bijan Hassan Pour-Razavi und des Shuka-Bar-Besitzers James Ardinast.

Das Thema: die verspätete Kritik an der Islamischen Republik Iran in Deutschland. Was bedeutet es, wenn zunächst gegen das iranische Regime protestiert wird und anschließend auf einer Kundgebung zum Gedenken an die Opfer des 7. Oktobers Fahnen eines freien Iran geschwenkt werden? Diese Frage soll ebenfalls erörtert werden.

Eine szenisch-musikalische Lesung mit Stéphane Bittoun mit dem Titel »Jews Undercover«, ein Konzert des israelischen Sängers
Eviatar Banai und viele weitere Veranstaltungen runden das Festivalprogramm ab. ja

Das gesamte Programm und weitere Informationen über die Jüdischen Kulturwochen Frankfurt sind hier einsehbar.

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