Berlin

Grütters gibt NS-Raubkunst zurück an Erben

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) Foto: Uwe Steinert

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) hat drei als NS-Raubkunst identifizierte Kunstwerke an die Erben Armand Dorvilles zurückgegeben.

»Die Bundesregierung arbeitet und handelt im Bewusstsein der immerwährenden historischen Verantwortung Deutschlands, die von den Nationalsozialisten verübten Menschheitsverbrechen aufzuarbeiten«, sagte Grütters am Mittwoch in Berlin.

In diesem Sinne trage die Restitution zur Aufarbeitung des NS-Kunstraubs in Deutschland bei.

Das Aquarell »Dame im Abendkleid« und das Ölgemälde »Porträt einer Dame« von Jean-Louis Forain entstammen demnach dem Bestand Cornelius Gurlitts, die Zeichnung »Amazone mit aufbäumendem Pferd« von Constantin Guys war zuletzt in Privatbesitz.

Provenienz Der Besitzer dieses Werks, der anonym bleiben wolle, habe es im Zuge des »Kunstfunds Gurlitt« 2013 zur Beforschung der Provenienz zur Verfügung gestellt und zugesagt, es im Einklang mit den Washingtoner Prinzipien von 1998 zu behandeln und zurückzugeben.

Die Erben Armand Dorvilles wurden durch die Genealogenkanzlei ADD Associes aus Paris vertreten. Deren Teilhaber Antoine Djikpa und Antoine Delabre dankten Grütters und ihren Mitarbeitern »für die Art und Weise, wie mit dem sensiblen Thema umgegangen wurde und für ihr Engagement für Erinnerung und Gerechtigkeit«. kna

Zeitgeschichte

Entebbe und kein Ende

Der Historiker Jan Gerber zeigt in seinem neuen Buch, wie aus dem Antizionismus der 68er-Generation radikale antisemitische Praxis wurde

von Ralf Balke  01.07.2026

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 2. Juli bis zum 9. Juli

 01.07.2026

Künstliche Intelligenz

Ich schreibe, also bin ich

Noch nie war es so einfach, Gedanken mit KI in Worte zu fassen. Doch was bedeutet das für unser Denken, unseren Journalismus und eine der grundlegendsten menschlichen Fähigkeiten?

von Nicole Dreyfus  01.07.2026

Fußball

Länderspiel verlegt: Irland verzichtet auf Israel-Boykott

Irlands Fußballverband FAI will das UEFA-Nations-League-Spiel gegen Israel nun in Serbien austragen - auch, um einen Abstieg zu vermeiden

 01.07.2026

Berlin

Jüdische Kunstschule und UdK wollen kooperieren

Auch die Universität der Künste war nach dem 7. Oktober 2023 mehrfach Schauplatz »propalästinensischer« Aktionen. Nun will sie jüdischen Künstlern einen geschützten Raum bieten

 01.07.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Burkhard C. Kosminski

»Ich würde das Stück gerne im Osten spielen«

Der Intendant am Schauspiel Stuttgart über »Die Ermittlung« von Peter Weiss, die Existenzberechtigung Israels in der Kunst und seine Auszeichnung mit der Otto-Hirsch-Medaille

von Nicole Golombek  30.06.2026

Interview

»Der Oscar öffnete mir neue Türen«

Daniel Roher über seinen ersten Spielfilm »The Piano Tuner« und den Dreh mit Dustin Hoffman und Lior Raz

von Patrick Heidmann  30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026