Kultur

Festival Yiddish Summer in Weimar gestartet

Auftritt vor zwei Jahren: Jugend-Klezmer-Band des Yiddish Summer Weimar, 11. August 2024, Erfurt Foto: picture alliance / foto2press

Mit den ersten Workshops ist das jüdische Kulturfestival Yiddish Summer Weimar am Samstag in seine diesjährige Saison gestartet. Die 26. Ausgabe des Festivals steht unter dem Leitmotiv »Yiddish Women – Another Story of Modernity«. Geplant sind bis Mitte August Workshops, Konzerte und internationale Begegnungen.

Im Mittelpunkt stehen Beiträge jiddischsprachiger Frauen zur kulturellen und gesellschaftlichen Moderne, wie Kuratorin Diana Matut vorab sagte. Erstmals in die Öffentlichkeit tritt das Festival nach ihren Worten am 16. Juli mit einem Konzert des 30-köpfigen Yiddish Summer Ensembles auf dem Weimarer Herderplatz. Die jungen Musikerinnen und Musiker aus der Türkei, Griechenland und Deutschland verbinden laut Matut traditionelle jiddische Musik mit zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen.

Drei Uraufführungen im Programm

Einen Schwerpunkt der Festivals bilden drei von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Uraufführungen. Dazu zählen das Musiktheaterstück »Togbukh« über die jiddische Schauspielerin Rose Shoshana Kahan (1895-1968) und ihre Zeit im Shanghaier Ghetto der 1940er Jahre sowie das Projekt »Her« mit neuen Vertonungen jiddischer Frauenlyrik. Präsentiert wird auch eine Online-Ausstellung zur Geschichte jiddischsprachiger Frauen und des Buches.

Lesen Sie auch

Die Veranstaltungen finden in Weimar, Erfurt, Eisenach sowie an weiteren Orten in Thüringen, Griechenland, der Türkei und Sachsen statt. Insgesamt umfasst das Programm 97 Veranstaltungen. Den Abschluss des Festivals bildet am 15. August der traditionelle Tanz-Ball.

TV-Kritik

Der Ring, der nie gelungen: Arte-Doku über Richard Wagner und sein monumentales Werk

Eine Arte-Dokumentation erzählt die Geschichte von Richard Wagners Gesamtkunstwerk und seiner Vereinnahmung durch die Nazis

von Manfred Riepe  14.08.2026

Gesangswettbewerb

Hat neue ESC-Vorschrift Auswirkungen auf drohenden Israel-Boykott?

Diese Debatte lässt den Eurovision Song Contest nicht los: Einige Länder könnten auch die kommende Ausgabe des ESC aufgrund der Teilnahme des jüdischen Staates boykottieren. Nun gibt es eine neue Regel - sorgt diese nun für Ruhe?

von Daniel Zander  14.08.2026

Exklusiv

Causa Georg Restle: Jetzt meldet sich WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni zu Wort

Felix Schotland, Mitglied im WDR-Rundfunkrat und im Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, beschwerte sich über einen X-Post des Journalisten Georg Restle. Nun bekam er eine Antwort

von Michael Thaidigsmann  13.08.2026

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Jubiläum

25 Jahre Jüdisches Museum Berlin: Risse in der Geschichte

2001 öffnete das Jüdische Museum seine Türen für die Öffentlichkeit. Der Bau des bekannten Architekten Daniel Libeskind stand da schon. Und spricht bis heute eine eigene Sprache

von Nikolas Ender  13.08.2026

NRW

Antisemitismus: Konzert der Rapper Kneecap in Oberhausen geplant, Absage gefordert

Die Veranstalter sagen, Vorwürfe der Terrorverherrlichung gegen die nordirische Band würden ernst genommen und »intensiv geprüft«. Eine Absage komme aber nicht infrage

 13.08.2026

Comics

Asterix’ Vater

Vor 100 Jahren wurde René Goscinny geboren. Der Erfinder des gallischen Dorfes hat mit seinem jüdischen Humor ein Genre neu erfunden

von Alexander Kluy  13.08.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  13.08.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen der Jüdischen Allgemeinen

 12.08.2026