Köln/Hamburg/Leipzig

Mit diesen prominenten Weggefährten feiert Wolf Biermann seinen 90. Geburtstag

Wolf Biermann wird am 15. November 2026 90 Jahre alt. Foto: picture alliance/dpa

Anlässlich seines 90. Geburtstages und des 50. Jahrestages seiner Ausbürgerung aus der DDR plant der Liedermacher Wolf Biermann mit prominenter Begleitung in diesem Jahr drei Festkonzerte. Unter dem Titel »Warte nicht auf beßre Zeiten!« trete er am 21. Oktober in Köln (Philharmonie), am 3. November in Hamburg (Elbphilharmonie) und am 20. November in Leipzig (Gewandhaus) auf, hatten die Veranstalter schon früher mitgeteilt. Nun stehe aber auch fest, wer Biermann bei den Konzerten begleitet.

In Köln seien unter anderem Ex-Bundespräsident Joachim Gauck, die Moderatorin, Autorin und Dozentin Carmen Thomas, der Schauspieler und Theaterregisseur Burghart Klaußner sowie der Rapper Juse Ju dabei. In Hamburg träten unter anderem Campino von den Toten Hosen, der Komiker Otto, der Schauspieler Gustav Peter Wöhler sowie der Schweizer Schriftsteller, Kabarettist und Liedermacher Franz Hohler auf.

In Leipzig wiederum werde Biermann unter anderem vom Historiker und Publizisten Ilko-Sascha Kowalczuk, von den Musikern Wolfgang Niedecken, Mike Herting und Nora Buschmann sowie von der Schauspielerin Barbara Schnitzler begleitet. Bei allen drei Veranstaltungen werden den Angaben zufolge Biermanns politische Lebensleistung sowie sein musikalisches und dichterisches Werk gewürdigt und gefeiert.

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Biermann unterlag zwölf Jahre einem Auftrittsverbot

Biermann wird am 15. November 90 Jahre alt. Zudem jährt sich am 13. November das Konzert in der Kölner Sporthalle zum 50. Mal, in dessen Folge der gebürtige Hamburger gegen seinen Willen aus der DDR ausgebürgert und zu einer Schlüsselfigur der deutsch-deutschen Geschichte wurde. Nach seiner Ausweisung solidarisierten sich Persönlichkeiten wie Yves Montand, Joan Baez oder Arthur Miller, aber auch zahlreiche DDR-Bürgerinnen und -Bürger mit ihm. 

Biermann, der 1953 im Alter von 16 Jahren von Hamburg in die DDR übergesiedelt war, geriet schnell in Konflikt mit den DDR-Oberen. So wurde er zwölf Jahre lang mit einem totalen Auftritts- und Publikumsverbot belegt, nachdem er dazu aufgerufen hatte, sich die Freiheit zu nehmen, statt auf das Gewähren kleinerer Freiheiten zu warten.

Biermann hielt dennoch an seiner Kritik an der DDR-Diktatur fest. Durch Buch- und Musikpublikationen, die in den Westen geschmuggelt wurden, wurde er schnell bekannt. »Seine Popularität schützte ihn wesentlich vor einer Verhaftung«, erklärte der Veranstalter. dpa

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