Berliner Revue

»Berlin, Du coole Sau!«: Sharon Brauner auf Tour

Sharon Brauner Foto: picture alliance / ABBfoto

Berliner Revue

»Berlin, Du coole Sau!«: Sharon Brauner auf Tour

Es handelt sich um eine der aufwändigsten Bühnenproduktionen ihrer Karriere. Im Herbst beginnt die Deutschlandtournee

 08.06.2026 11:16 Uhr

Die Berliner Sängerin und Schauspielerin Sharon Brauner bringt in diesem Herbst eine der aufwändigsten Bühnenproduktionen ihrer Karriere in über zwanzig deutsche Städte, nämlich die Revue »Berlin, Du coole Sau!«, eine musikalische Hommage an hundert Jahre Berliner Stadtgeschichte.

Gemeinsam mit der Sängerin und musikalischen Leiterin Meta Hüper sowie dem Capital Dance Orchestra unternimmt Brauner eine Zeitreise, die im Luna Park der Goldenen Zwanziger beginnt und bis ins heutige Berghain führt. Von Swing bis Loveparade, von Marlene Dietrich bis Seeed: Die beiden Sängerinnen, die auch für Idee, Buch und Regie der Produktion verantwortlich zeichnen, schlagen dabei eine musikalische Brücke zwischen den Epochen dieser außergewöhnlichen Stadt.

Bertolt Brecht schrieb 1928 über Berlin: »Und Berlin war Sodom und Gomorrha« — und genau dieser Geist, so das Versprechen der Macher, weht durch jeden Abend der Revue.

Unterwegs mit The Toy Goys

Eine besondere Rolle spielt der Schauspieler und Comedian Ades Zabel: Als »Toilettendame Adele«, ein Berliner Original, das blutjung in den Zwanzigern startete und die Jahrzehnte bis heute überlebt hat, kommentiert er das Treiben der Metropole mit Berliner Schnauze — vom Mauerbau bis zum Mauerfall, von Glamour bis Trash.

Die Tournee startet Anfang Oktober in Bremen und führt über Flensburg, Lübeck, Duisburg, Göttingen und Osnabrück nach Berlin, wo die Revue Ende Oktober gleich vier Abende im Punchline am Potsdamer Platz zu erleben ist. Im November geht es weiter nach Rostock, Dresden, Dortmund, Frankfurt und zahlreichen weiteren Städten, bevor die Tour Mitte November in der Frankfurter Jahrhunderthalle endet.

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Doch bevor die große Revue anrollt, ist Sharon Brauner bereits im Sommer auf den Bühnen unterwegs. Mit ihrer Band The Toy Goys — Bassist Sebastian Vogel, Pianist Harry Ermer und Beatboxer Paul Brenning — präsentiert sie im Juni Konzerte in der Berliner Bar jeder Vernunft und beim Bad Kissinger Sommer Festival. Im September eröffnet Brauner mit The Toy Goys das Shalom Musik Festival in Köln.

Zutiefst jüdisch

Ihr jiddisches Programm »Yiddish Soulfood«, das Anfang des Jahres in München begeisterte Kritiken erhielt, ist im Juni und August mit Pianist Harry Ermer in den Jüdischen Gemeinden in Staubing und Oldenburg zu erleben, jeweils mit Unterstützung des Zentralrats der Juden.

Sharon Brauner, Jahrgang 1969, ist Kind zweier Holocaustüberlebender. Über ihre jüdische Identität sagt sie, sie fühle sich zwar nicht religiös, komme aber aus einer zutiefst jüdischen Familie — eine Herkunft, die ihr gesamtes künstlerisches Schaffen prägt. Einem breiten Publikum dürfte der Name Brauner auch durch ihren Onkel bekannt sein: Arthur Brauner, der bedeutendste Filmproduzent des Nachkriegsdeutschlands, der 2019 im Alter von 100 Jahren starb. im

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