Berlin

25 Jahre Jüdisches Museum: Jubiläumsjahr mit Ausstellungen, Konzerten und digitalen Projekten

Das Jüdische Museum Berlin wird 25 Jahre alt. Foto: picture alliance / CHROMORANGE

Das Jüdische Museum Berlin (JMB) begeht 2026 sein 25-jähriges Bestehen mit einem umfangreichen Programm aus Ausstellungen, Kulturveranstaltungen, Bildungsangeboten und digitalen Initiativen. Das Haus versteht das Jubiläum ausdrücklich nicht nur als Rückblick, sondern als Einladung, aktuelle Debatten über jüdisches Leben in Deutschland stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Museumsdirektorin Hetty Berg betont die inhaltliche Ausrichtung des Jahresprogramms: »Das Jubiläum des JMB ist nicht nur Rückblick, sondern vor allem ein Blick nach vorne.« Ziel sei es, unterschiedliche jüdische Perspektiven sichtbarer zu machen und neue Zugänge zu schaffen, die Besucherinnen und Besucher mit eigenen Fragen verbinden könnten.

Zwei große Sonderausstellungen prägen das Jubiläumsjahr laut einer Pressemitteilung des JMB. Eine davon widmet sich dem Architekten Daniel Libeskind und der Entstehung des Museumsgebäudes selbst. Eine weitere Ausstellung nimmt künstlerische Positionen der Gegenwart in den Blick und fragt nach alternativen gesellschaftlichen Entwürfen.

Gegenwart und Zukunft

Begleitet werden beide Projekte von umfangreichen Veranstaltungsreihen, die Gespräche, Filmprogramme und Diskussionsformate umfassen. Im Rahmen des Libeskind-Programms sind unter anderem Filmvorführungen in Kooperation mit dem Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg sowie Gespräche mit dem Architekten selbst geplant. Auch die Rolle von Architektur in der Erinnerungskultur soll dabei thematisiert werden.

Ein weiteres Gesprächsformat greift historische und politische Debatten der frühen Berliner Republik auf. Beteiligte aus Journalismus, Wissenschaft und Museumsarbeit diskutieren dabei erinnerungspolitische Auseinandersetzungen.

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Die zweite große Ausstellung des Jahres beschäftigt sich mit künstlerischen Positionen, die bewusst alternative Sichtweisen auf Gegenwart und Zukunft entwickeln. Ergänzend dazu sind Buchclub-Abende, Gespräche mit internationalen Intellektuellen sowie Vermittlungsprogramme für unterschiedliche Altersgruppen vorgesehen.

Familien und Kinder

Das Museum versteht dieses Format als Einladung, sich von gegenwärtigen gesellschaftlichen Strukturen gedanklich zu lösen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt erneut auf Angeboten für Familien und Kinder. Mehrere sogenannte Familiensonntage sollen niederschwellige Zugänge zu Themen wie Geschichte, Religion, Kunst und Alltagskultur schaffen. Zum Abschluss der Reihe ist ein großes Chanukka-Konzert im Museum geplant.

Auch das Kinder- und Bildungszentrum ANOHA feiert ein eigenes Jubiläum. Dort steht die Geschichte der Arche Noah im Mittelpunkt, ergänzt durch kreative Workshops und ein Kinderfest.

Musik und Sommerprogramme

Das musikalische Programm reicht von Jazzkonzerten bis zu zeitgenössischer Popmusik. Die Reihe »Zukunftsmusik« verbindet internationale Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichen musikalischen Traditionen. Ein Sommerfest sowie weitere Konzertabende im Jahresverlauf sind ebenfalls Teil des Jubiläums.

Parallel zum Kulturprogramm baut das Museum seine digitale Präsenz aus. Die Plattform »Jewish Places« wird im Jubiläumsjahr neu aufgesetzt und soll jüdisches Leben in Deutschland über eine interaktive Karte sichtbarer machen. Das Projekt soll künftig stärker lokale Netzwerke einbinden und in mehreren deutschen Städten Kooperationen mit Partnern vor Ort vertiefen. im

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