London

Weitere Festnahmen nach Anschlägen auf jüdische Gemeinde

Auch auf die Kenton United Synagogue in London wurde Mitte April ein Brandanschlag verübt Foto: picture alliance / Photoshot

Im Zuge der Ermittlungen zu den Brandanschlägen auf jüdische Einrichtungen hat die Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei mehrere Personen festgenommen. Sieben Festnahmen stünden dabei in Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Verschwörung zur Durchführung eines weiteren Brandanschlags gegen die jüdische Gemeinschaft, teilte Scotland Yard mit. Das genaue Ziel sei bisher nicht bekannt. 

»Wir werden in unserem Kampf gegen Antisemitismus und Terror nicht nachlassen«, teilte Premierminister Keir Starmer in einem X-Beitrag mit. Die Täter würden »die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen«.

Zuletzt kam es in London zu mehreren Angriffen auf jüdische Einrichtungen. Erst vor wenigen Wochen waren etwa vier Krankenwagen einer jüdischen Gemeinde in dem Londoner Vorort Golders Green bei einem Brandanschlag zerstört worden. Mehrere Verdächtige wurden angeklagt.

»Wir werden nicht ruhen, bis alle Verantwortlichen für diese Taten zur Rechenschaft gezogen werden«, sagte Deputy Assistant Commissioner Vicki Evans laut Mitteilung. Seit dem Brandanschlag auf den jüdischen Rettungsdienst wurden demnach insgesamt 23 Personen im Zusammenhang mit der Serie von Angriffen festgenommen. Zu einem Brandanschlag auf eine Synagoge im Nordwesten Londons am Wochenende bekannte sich ein 17-Jähriger am Dienstag schuldig.

»Wir werden in unserem Kampf gegen Antisemitismus und Terror nicht nachlassen«, teilte der britische Premierminister Keir Starmer in einem X-Beitrag mit. Die Täter würden »die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen«. 

Verbindungen zum Iran?

Die nun festgenommenen Männer und Frauen sind zwischen 24 und 59 Jahre alt. Sie wurden laut Metropolitan Police in den vergangenen 48 Stunden in der Grafschaft Hertfordshire nahe London und nahe Birmingham aufgespürt. 

Die Polizei schließt nicht aus, dass die Taten der vergangenen Wochen von der iranischen Regierung in Auftrag gegeben wurden. Teheran nutze regelmäßig Kriminelle als Stellvertreter, erklärte Evans zuletzt und fügte hinzu: »Wir prüfen, ob diese Taktik hier in London angewandt wird – die Rekrutierung von Gewalt als Dienstleistung.« 

Die meisten Vorfälle habe eine Gruppe namens Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia für sich reklamiert, so die Ermittler. Die Ausführung könnten jedoch Kriminelle ohne ideologische Motivation gegen Geld übernommen haben. dpa

Großbritannien

Grünen-Chef will Ermittlungen gegen Briten, die in Israels Armee dienen

Zack Polanski gehört ebenso wie Jeremy Corbyn zu den Unterstützern einer Kampagne, die sich gegen britische Staatsbürger im israelischen Militär richtet

 05.06.2026

Meinung

Entlarvte Gesinnung

Ausgerechnet jener Schweizer Politiker, der sich im Parlament gegen das Hamas-Verbot stellte, lädt die französische Abgeordnete und Israelhasserin Rima Hassan nach Bern ein

von Nicole Dreyfus  04.06.2026

Großbritannien

Unterhausabgeordneter unterstellt Israel »Blutdurst«

In einer Parlamentsdebatte zu Israels Krieg gegen die Hisbollah im Libanon verstieg sich ein Parlamentarier zu antisemitischen Aussagen

 04.06.2026

Essay

Sündenfall des Big Apple

New Yorks Bürgermeister macht den Nahostkonflikt zur Innenpolitik und feiert BDS, während seine Frau den 7. Oktober rechtfertigt. Hinter der Fassade der Wohltäter steht die harte Ideologie der Ausgrenzung

von Louis Lewitan  04.06.2026

Brnenec

Museum in Oskar Schindlers Fabrik - Politiker sagen Unterstützung zu

Auf dem Gelände der früheren Fabrik von Oskar Schindler gibt es heute ein Museum. Noch zwickt es dort finanziell ordentlich. Aber Hilfe für die NS-Gedenkstätte ist zumindest am Horizont

von Alexander Brüggemann  03.06.2026

Meinung

Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern

Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt

von Sabine Brandes  02.06.2026

Essay

Wenn ein Platz nicht schweigt

Gedanken zum 85. Jahrestag der Zerstörung der alten Synagoge von Esch-sur-Alzette durch die Nationalsozialisten

von Andreas Albrecht  02.06.2026

Hintergrund

»Lady Gaza« kommt in die Schweiz

Ein sozialdemokratischer Abgeordneter hat die umstrittene französische Europaabgeordnete Rima Hassan nach Bern eingeladen und damit Empörung ausgelöst. Erste Stimmen fordern nun ein Einreiseverbot

von Nicole Dreyfus, Michael Thaidigsmann  02.06.2026

Punta Cana

Gal Gadot und Mila Kunis zeigen sich entspannt im Karibikurlaub

Die jüdischen Schauspielerinnen gehen in Puerto Rico ganz besonderen Freizeitaktivitäten nach

 02.06.2026