Im Zuge der Ermittlungen zu den Brandanschlägen auf jüdische Einrichtungen hat die Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei mehrere Personen festgenommen. Sieben Festnahmen stünden dabei in Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Verschwörung zur Durchführung eines weiteren Brandanschlags gegen die jüdische Gemeinschaft, teilte Scotland Yard mit. Das genaue Ziel sei bisher nicht bekannt.
»Wir werden in unserem Kampf gegen Antisemitismus und Terror nicht nachlassen«, teilte Premierminister Keir Starmer in einem X-Beitrag mit. Die Täter würden »die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen«.
Zuletzt kam es in London zu mehreren Angriffen auf jüdische Einrichtungen. Erst vor wenigen Wochen waren etwa vier Krankenwagen einer jüdischen Gemeinde in dem Londoner Vorort Golders Green bei einem Brandanschlag zerstört worden. Mehrere Verdächtige wurden angeklagt.
»Wir werden nicht ruhen, bis alle Verantwortlichen für diese Taten zur Rechenschaft gezogen werden«, sagte Deputy Assistant Commissioner Vicki Evans laut Mitteilung. Seit dem Brandanschlag auf den jüdischen Rettungsdienst wurden demnach insgesamt 23 Personen im Zusammenhang mit der Serie von Angriffen festgenommen. Zu einem Brandanschlag auf eine Synagoge im Nordwesten Londons am Wochenende bekannte sich ein 17-Jähriger am Dienstag schuldig.
»Wir werden in unserem Kampf gegen Antisemitismus und Terror nicht nachlassen«, teilte der britische Premierminister Keir Starmer in einem X-Beitrag mit. Die Täter würden »die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen«.
Verbindungen zum Iran?
Die nun festgenommenen Männer und Frauen sind zwischen 24 und 59 Jahre alt. Sie wurden laut Metropolitan Police in den vergangenen 48 Stunden in der Grafschaft Hertfordshire nahe London und nahe Birmingham aufgespürt.
Die Polizei schließt nicht aus, dass die Taten der vergangenen Wochen von der iranischen Regierung in Auftrag gegeben wurden. Teheran nutze regelmäßig Kriminelle als Stellvertreter, erklärte Evans zuletzt und fügte hinzu: »Wir prüfen, ob diese Taktik hier in London angewandt wird – die Rekrutierung von Gewalt als Dienstleistung.«
Die meisten Vorfälle habe eine Gruppe namens Harakat Ashab al-Jamin al-Islamia für sich reklamiert, so die Ermittler. Die Ausführung könnten jedoch Kriminelle ohne ideologische Motivation gegen Geld übernommen haben. dpa
