Kino

Unter einem guten Stern

Szene aus »Nur ein kleines bisschen Glück« Foto: 2025 YANN ZENOU ENTERTAINMENT (YZE) - ADNP - UGC IMAGES - FRANCE 3 CINEMA

Was für eine Prämisse: Frühjahr 1940. Ein bauernschlauer Koch und Deserteur aus einer französischen Kleinstadt beschließt nach dem Einmarsch der Deutschen, dass er, seine Frau und ihr kleiner Sohn ein besseres Leben hätten, wenn sie sich als Juden ausgeben.

Ausgeführt von den Produzenten des Leinwandhits Ziemlich beste Freunde und mit dem belgischen Starschauspieler Benoît Poelvoorde - berühmt für Mann beißt Hund, aber auch seinen grandiosen Auftritt in Yvan Attals Sie sind überall als rechtsextremer Politiker, der erfährt, dass er Jude ist - in der Hauptrolle ist die von Pascal Elbé geschriebene und inszenierte wahnwitzige Komödie perfekte Ablenkung vom Wahnwitz der Welt.

Ohne zu viel zu verraten: Aus Familie Chevalin wird tatsächlich Familie Chevalovitch und aus Jean Jacob. Aber anders als die antisemitischen Gerüchte erzählen, fließt für die Juden in der freien Zone Frankreichs doch nicht Milch und Honig, und dann wird Jean auch noch mit einem Resistance-Helden verwechselt. Aber auch damit kommt er klar.

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Jean ist immer zur falschen Zeit am falschen Ort, eine Tatsache, die er anfangs aus schierem Glück und schließlich mit Bravour zu seinem Vorteil wenden kann. Reicht ihm jemand den kleinen Finger, nimmt er die ganze Salami. Natürlich vom Schwein.

Bis der gutmütige Klotz begreift, dass er die Macht hat, auch anderen Menschen zu helfen. Zum Beispiel Familien wie seiner, die sich ihr Schicksal nicht selbst ausgesucht haben. Elbé kann das zeigen, ohne das der Schmalz trieft. Im Gegenteil, sogar poetische Details haben durchaus Platz in dieser kleinen cinematischen Auszeit.

Dann wird »Nur ein kleines bisschen Glück« besonders schön, der im Original den deutlich besseren Titel trägt: »Der gute Stern« . sal

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