Großbritannien

Oberrabbiner Mirvis fordert, den Ruf »Tod der IDF« unter Strafe zu stellen

Der britische Oberrabbiner Ephraim Mirvis Foto: imago/ZUMA Press

Laut einem Bericht der britischen »Jewish News« hat der Oberrabbiner von Großbritannien, Sir Ephraim Mirvis, in seiner Rede auf dem Religion Media Festival in London die Politiker seines Landes aufgefordert, entschieden gegen anti-israelische Hassgesänge vorzugehen. Der Ruf »Tod der IDF«, den »propalästinensische« Aktivisten immer wieder verwenden, sei ein Aufruf, Millionen von Juden in Israel zu töten, argumentierte Mirvis. »Wir müssen unsere Gesetze ändern, damit eine solche Aussage nicht gemacht wird«, zitiert ihn das britische Nachrichtenportal.

Die Debatte ist spätestens seit dem Glastonbury Festival im vergangenen Jahr Thema, wo der Rapper Bob Vylan mit dem Ausruf sein Publikum aufstachelte. Auch darauf nahm Mirvis in seiner Rede Bezug. Er fügte hinzu: »Es geht um Millionen von Menschen im Staat Israel – Mitjuden. Es ist ein Aufruf, sie zu töten.« Die Israelischen Streitkräfte (IDF) existierten, »um die Vernichtung des israelischen Volkes zu verhindern«, führte der Oberrabbiner aus, und der Ruf »Tod der IDF« sei ein Slogan, der »direkt« antijüdischen Hass schüre.

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»Jewish News« verweist auch auf ein älteres Interview mit einem BBC-Redakteur, in dem Mirvis aufgefordert wurde, Stellung zu beziehen zu der Aussage, dass das Skandieren von »Tod der IDF« keine antisemitische Hassrede sei, sondern eine »legitime, leidenschaftliche Verurteilung der israelischen Streitkräfte«, die, wie doch bekannt sei, »Zehntausende Menschen in Gaza getötet haben.«

Aufstachelnde Aussagen nicht zulassen

Mirvis antwortete: »Was einige unserer Gesetze betrifft, werden diese auf die eine oder andere Weise interpretiert. Ich glaube, dass die derzeitige Auslegung die falsche ist.« Die Gesellschaft müsse ihre Gesetze ändern, um eine aufstachelnde Aussage wie diese nicht zuzulassen.» Als der Moderator wissen wollte, ob die Kritik an israelischen Militäraktionen in Gaza antisemitisch sei, stellte Mirvis klar: «Nein.» Aber Israel das Existenzrecht abzusprechen sei es.

Mirvis ist seit 2013 aschkenasischer Oberrabbiner des Vereinigten Königreichs. Bereits mehrfach forderte er ein strikteres Vorgehen bei anti-israelischen Protesten und warnte vor der Normalisierung von antisemitischen Hassreden auf britischen Straßen. In Großbritannien ist es seit dem 7. Oktober immer wieder zu ausufernden anti-israelischen Demonstrationen, aber auch Angriffen auf Juden und jüdische oder israelische Einrichtungen gekommen. ja

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