Amsterdam

Niederländische Bahn zahlte 32 Millionen Euro an Holocaust-Opfer

Gedenkort auf dem Gelände des ehemaligen Deportationslagers Westerbork Foto: dpa

Die niederländische Bahn hat an Opfer der Judenverfolgung im Zweiten Weltkrieg bisher rund 32 Millionen Euro Entschädigung gezahlt. Das teilte die dafür verantwortliche Kommission am Montag dem niederländischen Fernsehen mit. Rund 4000 Anträge seien bisher positiv beschieden worden.

Deportation Die Bahn hatte im Juni 2019 angekündigt, Opfer beziehungsweise ihre Angehörigen zu entschädigen. Die Bahn hatte während des Zweiten Weltkrieges im Auftrag der deutschen Besatzer rund 110.000 Juden sowie Sinti und Roma in das Deportationslager Westerbork transportiert und daran auch Millionen Gulden verdient. Die Bahn hatte nie gegen die Transporte protestiert. Nur wenige tausend Menschen überlebten.

Anträge können bis zum August gestellt werden.

Kommission Die Kommission schätzt, dass insgesamt 5000 bis 6000 Überlebende oder deren Angehörige entschädigt werden. Sie erhalten zwischen 5000 und 15.000 Euro pro Person. Anträge können bis zum August gestellt werden.

Der frühere Physiotherapeut vom Fußballrekordmeister Ajax Amsterdam, Salo Muller (83), hatte die Initiative dazu ergriffen. Seine jüdischen Eltern waren ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und dort ermordet worden.  dpa

Religionsfreiheit

Oberrabbiner sieht religiöse Praktiken europaweit unter Druck

Bei einem Symposium in Amberg diskutierten Politiker, Vertreter von Religionsgemeinschaften und Juristen über die Einschränkungen der Religionsfreiheit

von Christoph Renzikowski  05.07.2026

Terrorismus

In diesem Land gibt es keinen Platz für Islamisten. Sie sollten konsequent abgeschoben werden

Eine Klarstellung

von Jessie Katz  05.07.2026

Ungarn

Ein Löffel Paprika, eine Prise Identität

Lili Lantos präsentiert auf Instagram ihr digitales Kochbuch mit jüdischen Familienrezepten. Dabei schafft sie Nähe, ohne viele Worte zu verlieren

von Nicole Dreyfus  05.07.2026

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Großbritannien

London ehrt Stefan Zweig

84 Jahre nach seinem Tod wird der berühmte österreichische Schriftsteller Stefan Zweig in London geehrt. Dorthin war er 1936 vor den Nazis geflohen

 02.07.2026

Schweiz

Zürcher Attentäter schweigt vor Gericht

Der 17-jährige Angeklagte, der am 2. März 2024 in Zürich einen orthodoxen jüdischen Mann fast tötete, verweigert vor Gericht jede Aussage. Ihm droht wegen mehrfachen versuchten Mordes die höchstmögliche Jugendstrafe von einem Jahr Freiheitsentzug.

von Nicole Dreyfus  02.07.2026

USA

Es war einmal ein »Reich der Güte«

Vor 250 Jahren wurden die Vereinigten Staaten gegründet. Aus jüdischer Perspektive war die Entstehung der Neuen Welt auch der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte

von Paul Bentin  02.07.2026

Großbritannien

Oberrabbiner Mirvis fordert, den Ruf »Tod der IDF« unter Strafe zu stellen

Oberrabbiner Mirvis hat die Politik seines Landes zu einem schärferen juristischen Vorgehen gegen anti-israelische und antisemitische Hassrede aufgefordert

 01.07.2026

Proteste gegen Kushner-Projekt

Ein Land sieht pink: Albaniens Flamingo-Revolution ist nicht zu stoppen

Flamingos überall - und kein Ende in Sicht: EU-Beitrittskandidat Albanien ist fest im Griff einer Protestwelle. Fällt die Regierung unter der pinken Revolution?

von Markus Schönherr  30.06.2026