Verschwörungsmythen

Messi: Im Visier von Antisemiten

Lionel Messi während der WM 2026 Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die Fußballweltmeisterschaft 2026 wird in den sozialen Medien zunehmend als Vehikel für Verschwörungmythen missbraucht - die meisten davon sind antisemitisch.

Laut einem Bericht der israelischen NGO CyberWell, war jüngst vor allem der argentinische Starspieler Lionel Messi immer wieder Ziel antisemitischer Verschwörungsmythen. CyberWell spürt im Auftrag von Facebook, Instagram, Youtube, X und TikTok mithilfe von künstlicher Intelligenz in Echtzeit antisemitische Inhalte auf und meldet diese.

Antisemitische Narrative als faktische Erklärungen

In den vergangenen Wochen seien zahlreiche WM-bezogene Beiträge auf Instagram, Facebook und auf X in den Sprachen Englisch, Arabisch und Französisch identifiziert worden, die fälschlicherweise behaupten, Messi sei jüdisch, von Juden kontrolliert oder profitiere vom angeblichen jüdischen Einfluss auf die FIFA und die Weltmeisterschaft.

Allein in der ersten Woche der WM seien Dutzende arabischsprachige Beiträge auf den Meta-Plattformen Facebook und Instagram gefunden worden, die antisemitische Narrative wie die Lügengeschichte der »Protokolle der Weisen von Zion« als faktische Erklärungen für globale Ereignisse präsentierten.

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Die Beiträge gegen Messi seien Teil einer breiten Welle antisemitischer Inhalte, die alte antijüdische Narrative befördern, die immer wieder behaupten, Juden würden Sport und Unterhaltung nutzen, um Gesellschaften abzulenken, die öffentliche Meinung zu manipulieren und strebten nach der Weltherrschaft, heißt es in der Pressemitteilung von CyberWell.

»Die Weltmeisterschaft beherrscht eine globale Bühne für Milliarden (von Zuschauern), und diese Sichtbarkeit wird von denen ausgenutzt, die antisemitische Verschwörungstheorien verbreiten wollen«, so CyberWell-Gründerin und -CEO Tal-Or Cohen Montemayor. ja

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