Schweiz

Leugner der Anne-Frank-Tagebücher verurteilt

Das Basler Strafgericht hat heute den früheren Sektionspräsidenten der rechtsextremen Partei National Orientierter Schweizer (Pnos), Philippe Eglin, zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 8.000 € verurteilt. Das Gericht sah dabei den Anklagepunkt der Rassendiskriminierung als erfüllt an. Die Pnos hatte seit rund einem Jahr – und auch noch während des Prozesses – auf ihrer Internet-Seite die Anne-Frank-Tagebücher als »Lügengebilde« bezeichnet (vgl. prelive.juedische-allgemeine.de/article/view/id/8176). Indem er die Schoa-Opfer als Lügner bezeichne, mache Eglin sie gleichzeitig zu Tätern, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer.

Mit dem Urteil ging das Gericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus. Nach der Verkündung, die der Angeklagte ungerührt hinnahm, sagte der in Basel lebende Cousin von Anne Frank, der 85-jährige Schauspieler Buddy Elias: »In einem gewissen Masse ist hier heute Gerechtigkeit erfolgt.« Elias wertete auch positiv, dass das Gericht dem Verurteilten weitere Strafverfahren angedroht hatte, falls der eingeklagte Artikel nicht sofort von der Webseite der Pnos entfernt würde.

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Herkunft und Sympathien der Spielerikone kursieren, erzählen die Söhne eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine andere, besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  16.07.2026 Aktualisiert

Justiz

Schweizer Comedian Hamza Raya wegen Rassismus angezeigt

Ein muslimischer Comedian und ein jüdischer Gastronom loten die Grenzen der Satire aus. Nun droht dem einen von beiden eine juristische Auseinandersetzung

von Nicole Dreyfus  15.07.2026

Jahrhundertzeugin

Wie eine Sintiza die Nazizeit überlebte und ihre Heiterkeit rettete

Frieda Daniels ist Hochseilartistin. Sie floh als Sintiza vor der Vernichtung durch die Nationalsozialisten. Als 93-jährige Zeitzeugin war sie nun in Heidelberg zu Gast. Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

von Stefanie Ball  15.07.2026

Verschwörungsmythen

Messi: Im Visier von Antisemiten

Eine NGO, die in den sozialen Medien antisemitische Inhalte aufspürt, berichtet, dass Argentiniens Starspieler immer wieder Ziel von judenfeindlichen Verschwörungsmythen wird

 15.07.2026

New York

Ronald Lauder sucht Nachfolger

Der WJC-Präsident, Unternehmer und Philanthrop wirbt außerdem dafür, dass sich eine neue Generation wohlhabender Juden stärker für jüdisches Leben engagiert – durch Investitionen in Bildung

 15.07.2026

David Baddiel

»Inzwischen kann man Messi in den Griff bekommen«

Der britische Autor über das Halbfinale England vs Argentinien, seinen legendären Fußball-Song »Three Lions« und warum er immer noch glaubt, dass England gegen Argentinien gewinnen wird

von Katrin Richter  15.07.2026

Schweiz

Die gegen den Hass sprüht

Inna E. fühlt sich dem jüdischen Volk verbunden und macht gegen anti-israelische Graffitis mobil. Wenn die Behörden nicht reagieren, auch mit Farbe

von Peter Bollag  14.07.2026

Monaco

Zweitjüdischste Nation der Welt

Die kleine jüdische Gemeinschaft im Stadtstaat wächst. Immer mehr Jüdinnen und Juden entscheiden sich für das luxuriöse und sichere Fürstentum

von Mark Feldon  13.07.2026

New York

Jüdischer Vertreter kritisiert Bürgermeister Mamdani für Stadtkarte

Anlässlich der Fußballweltmeisterschaft in den USA hat New York eine Karte zu unterschiedlichen migrantischen Prägungen seiner Stadtteile herausgegeben. Juden wurden dabei offenbar nicht berücksichtigt

 12.07.2026