Organisation

Kreatives Potenzial

Der neue Vize beim European Jewish Congress ist in Deutschland ein alter Bekannter: Dieter Graumann Foto: Rafael Herlich

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, ist neuer Vizepräsident des European Jewish Congress (EJC). Der 60-Jährige wurde am Wochenende auf der
EJC-Generalversammlung in Budapest ins Amt berufen. In seiner Einführungsrede forderte Graumann eine stärkere Vernetzung der europäischen jüdischen Gemeinden und Verbände. »Die jüdische Gemeinschaft in Europa ist eine der drei tragenden Säulen des Judentums, neben den Juden in den USA und Israel«, hob Graumann hervor. Dieses »große religiöse, kulturelle und kreative Potenzial« gelte es zu aktivieren, »um nicht nur in die jüdische Gemeinschaft hinein, sondern auch in Europa noch mehr als bisher zu wirken«. Schließlich gehöre das Judentum zu den prägenden Kräften des Kontinents, so Graumann.

An der Generalversammlung nahmen 93 Teilnehmer aus 33 Ländern teil. Sie diskutierten unter anderem über die aktuelle Lage in der arabischen Welt und deren Auswirkungen auf Israel und Europa. Weitere Themen waren der wachsende Antisemitismus, die anhaltende Delegitimierung Israels und die demografische Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in der Diaspora.

Der European Jewish Congress wurde vor 20 Jahren gegründet. Er repräsentiert die demokratisch gewählten Vertreter der europäischen jüdischen Gemeinden und ihrer Dachverbände im Dialog mit Länderregierungen und Europäischen Institutionen. Sitz des EJC ist Paris.

ja

Nachruf

Gloria Steinem: Ein Leben im Dienst der Gleichberechtigung

Die Journalistin und feministische Aktivistin starb im Alter von 92 Jahren. Mit ihrem Magazin »Ms.« veränderte sie den Blick auf Frauen nachhaltig

 04.09.2026

Schweiz

»Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen!«

Der neunjährige Nathan Hertig ist eines von 25 jüdischen Kindern des FC Hakoah Zürich, die die Profis des FC Zürich ins Stadion begleiten durften. Im Interview erzählt er von diesem Erlebnis

von Nicole Dreyfus  03.09.2026

Terezín 2050

Theresienstadt: Zwischen Gedenken und Weiterleben

Einst Habsburger Festung, dann NS-Ghetto, heute tschechische Kleinstadt: Terezín (Theresienstadt) ist Erinnerungsort und lebendige Stadt zugleich. Internationale Forscher suchen nach Perspektiven für den Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft

 03.09.2026

Ungarn

Jüdisches Leben nach Orbán

Die neue Regierung verspricht eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Judenhass – und Partnerschaft auf Augenhöhe

von György Polgár  03.09.2026

USA

Warum Punk so jüdisch ist

In New York fing es an. In London wurde es Modetrend. Aber was hat eigentlich Lenny Bruce damit zu tun?

von Sarah Thalia Pines  31.08.2026

Interview

»Die Lage der schwedischen Juden ist schrecklich«

Schwedens Bildungs- und Integrationsministerin Simona Mohamsson über den Davidstern und die Vermischung von Israel-Kritik und Antisemitismus

von Michael Thaidigsmann  31.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026