London

Heftige Gewalt gegen Beamte bei »propalästinensischem« Protest

Szenen am Parliament Square in Londonam Samstag Foto: picture alliance / empics

Bei einer »propalästinensischen« Demonstration in London ist es zu tumultartigen Szenen gekommen. Bis zum späteren Samstagabend wurden mehr als 425 Menschen festgenommen, wie die Metropolitan Police mitteilte. 

Hunderte hatten sich zu einem Protestmarsch durch den Bezirk Westminster und Kundgebungen auf dem Platz vor dem Parlament versammelt, um gegen das Verbot der Gruppe Palestine Action zu demonstrieren. Während der gesamten Demonstration sei es zu »koordinierten Maßnahmen, um die Beamten an der Ausübung ihrer Pflichten zu hindern«, gekommen, hieß es von der Polizei. Diese eskalierten in Gewalt, bei der Beamte geschlagen, getreten, bespuckt und mit Gegenständen beworfen worden seien.

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Palestine Action war Anfang Juli als terroristisch eingestuft worden, nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten. Sie werfen der britischen Regierung vor, Israel mit Tankflugzeugen im Gaza-Krieg zu unterstützen und wollten die Maschinen nach eigenen Angaben durch das Sprühen von Farben in die Triebwerke unbrauchbar machen. Die britische Regierung wies die Behauptungen der Gruppe zurück und kündigte ein hartes Vorgehen an.

Die Gruppe wurde wegen Sabotageakten an Militärflugzeugen als terroristisch eingestuft. Die Mitgliedschaft oder das Unterstützen einer terroristischen Vereinigung sind in Großbritannien Straftaten, die mit bis zu 14 Jahren Haft geahndet werden können. Einer der Gründer von Palestine Action will gerichtlich gegen die Terror-Einstufung vorgehen. dpa/ja

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