Österreich

Geimpft am 27. Januar

Foto: imago images/Laci Perenyi

Am gestrigen Gedenktag für die Opfer des Holocaust sind in Wien rund 400 Schoa-Überlebende sowie Mitglieder der jüdischen Gemeinde, die älter als 85 Jahre sind, gegen das Corona-Virus geimpft worden. Wie die Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) mitteilte, nahmen zwölf Ärzte, die auch Gemeindemitglieder sind, die Immunisierung in einem Impfzentrum ehrenamtlich vor. Mitarbeiter der IKG hatten die betreffenden Personen im Vorfeld kontaktiert und auf die Impfungen vorbereitet.

Dank »Heute, in der Corona-Pandemie, zählen unsere Eltern und Großeltern zu den vulnerabelsten Menschen. Ihre Gesundheit zu schützen ist ein jüdisches, menschliches und moralisches Gebot«, erklärte IKG-Präsident Oskar Deutsch. Er dankte Österreichs Gesundheitsminister Rudi Anschober sowie den städtischen Wiener Gesundheitsbehörden »für die Möglichkeit, an diesem symbolträchtigen Tag, Schutz-Impfungen für Schoa-Überlebende mit ihren Lebensgefährten und die ältesten Mitglieder der IKG Wien anbieten zu können«.

Österreich gehört damit zu den ersten EU-Mitgliedern, in denen die potenziell lebensrettende Schutzimpfung der Schoa-Generation ermöglicht wird. IKG-Chef Deutsch: »Ich freue mich, dass diese Aktion gelungen ist!« ja

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026

New York

Familie orthodoxer Jugendlicher verklagt Uber nach mutmaßlicher Vergewaltigung

Ein Uber-Taxichauffeur soll das minderjährige Opfer transportiert und damit gegen Regeln verstoßen haben, bevor es zu dem Sexualverbrechen kam

 11.05.2026

London

Mann nach antisemitischem Angriff angeklagt

Der 34-Jährige soll in Enfield mehrere Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft bedroht, beleidigt und attackiert haben

 11.05.2026

London

Tausende demonstrieren gegen Judenhass

Die Kundgebung nahe der Downing Street fand vor dem Hintergrund einer Serie antisemitischer Vorfälle und Angriffe in Großbritannien statt

 11.05.2026

New York

Abe Foxman gestorben

Der Holocaust-Überlebende und frühere ADL-Chef galt über Jahrzehnte als eine der bekanntesten Stimmen im Kampf gegen Judenhass in den USA

 11.05.2026