Colorado

FBI verhindert Anschlag auf Synagoge

Foto: imago

Die amerikanische Bundespolizei FBI hat einen Rechtsextremisten verhaftet, der einen Anschlag auf eine Synagoge in Pueblo im US-Bundesstaat Colorado plante. Wie die Ermittler mitteilten, wollte der 27-jährige am Halloween-Tag die Synagoge in die Luft sprengen.

Der Mann war den Behörden bei einer verdeckten Überwachungskampagne ins Netz gegangen, bei der er mit einem verdeckten Ermittler über Facebook kommunizierte.

Die Synagoge ist mehr als 100 Jahre alt und religiöse Heimat von mehr als 35 Familien, darunter Nachkommen von Schoa-Überlebenden.

Der Mann gab unter anderem an, vor seinem Wechsel zu den Skinheads ein Mitglied des Ku-Klux-Klans gewesen zu sein. Sollte er wegen des geplanten Anschlags verurteilt werden, drohen dem Extremisten bis zu 20 Jahre Gefängnis.

Gemeindeleiterin Birdie Becker erklärte unterdessen, sie habe nie damit gerechnet, dass ihre Gemeinde ins Visier von Extremisten geraten könnte. Die Synagoge ist mehr als 100 Jahre alt und religiöse Heimat von mehr als 35 Familien, darunter Nachkommen von Holocaust-Überlebenden.  kna/ja

Fußball

Als Bayern gegen Prag verlor

Vor 125 Jahren traf der FC Bayern bei seinem ersten Auslandsspiel auf den legendären DFC Prag – und unterlag 0:8. Nach dessen Auflösung 1938 geriet der jüdische Verein fast in Vergessenheit, doch seit einigen Jahren wird er von Enthusiasten wiederbelebt

von Kilian Kirchgeßner  11.01.2026

Armenien

Offene Arme in Jerewan

Juden finden in einer der ältesten Städte der Welt Sicherheit und Gemeinschaft. Ein Ortsbesuch

von Stephan Pramme  11.01.2026

Sport

»Absoluter Holocaust«: Fußball-Kommentator sorgt für Eklat

Der Ex-Torwart Shay Given hat die Amtszeit des Trainers Wilfried Nancy bei Celtic Glasgow mit dem industriellen Massenmord der Nationalsozialisten verglichen

 11.01.2026

Belgien

Außerhalb des Völkerrechts

Die belgische Regierung verweigert einer Staatsangehörigen die konsularische Betreuung, weil sie in einer von Brüssel nicht anerkannten israelischen Siedlung lebt

 09.01.2026

Alija

Sprunghafter Anstieg: Mehr Juden sagen Frankreich Adieu

2025 hat sich die Zahl der jüdischen Auswanderer nach Israel fast verdoppelt. Experten machen dafür vor allem den wachsenden Antisemitismus verantwortlich

 08.01.2026

Entführungsfall

Jugendamts-Zeugin im Block-Prozess: »Unglaubliche Belastung«

In dem Hamburger Prozess geht es eigentlich um die Entführung der Block-Kinder. Die hat aber eine jahrelange Vorgeschichte. Eine Jugendamts-Mitarbeiterin schildert eine wichtige Wende im Sommer 2021

von Stephanie Lettgen, Bernhard Sprengel  08.01.2026

Los Angeles

Sega-Mitgründer David Rosen im Alter von 95 Jahren gestorben

Der Unternehmer aus New York ging in den 1950ern nach Japan und importierte Fotoautomaten. Später folgten Flipper-Automaten und Jukeboxen

 08.01.2026

Meinung

Instrumentalisiertes Leid kennt keine Moral

Nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana braucht es Mitgefühl und Respekt. Wer eine lokale Tragödie von existenzieller persönlicher Wucht für politische Deutungen missbraucht, handelt zynisch – und entwürdigt die Betroffenen.

von Nicole Dreyfus  08.01.2026

Interview

»Die ICZ gehört zu mir – und ich gehöre zu ihr«

Sie will Brücken bauen, ohne den Rahmen zu sprengen. Die neu gewählte ICZ-Präsidentin Noëmi van Gelder spricht über Tradition und Offenheit, über Sicherheit in bewegten Zeiten – und darüber, wie jüdisches Leben in Zürich sichtbar, stark und gemeinschaftlich bleiben kann

von Nicole Dreyfus  08.01.2026