WM 2026

Schweizer Fußball-Stars begeistern jüdische Kinder

Es war ein besonderer Auftakt für die Schweizer Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA: Am ersten Trainingstag im Team Base Camp in Kalifornien teilte die Mannschaft von Nationaltrainer Murat Yakin den Platz mit Schülerinnen und Schülern der San Diego Jewish Academy. Die Veranstaltung markierte zugleich den Start der sogenannten Be Active-Initiative, ein Projekt, das durch die FIFA und Weltgesundheitsorganisation (WHO) lanciert wurde, mit dem junge Menschen weltweit zu mehr Bewegung motiviert werden sollen.

Neben Medienvertretern und Gästen des Schweizer Konsulats erhielten die Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 16 Jahren die Gelegenheit, die Schweizer Nationalspieler aus nächster Nähe zu erleben und sie bei ihren Vorbereitungen auf das erste Gruppenspiel gegen Katar am 13. Juni im San Francisco zu beobachten. Nach dem Training wurden die Schülerinnen und Schüler dann auch selbst aktiv: Gemeinsam mit Stars wie Granit Xhaka und Manuel Akanji absolvierten sie spielerische Übungen und Mini-Trainingseinheiten auf dem Rasen. Die Schweizer Spieler nahmen sich darüber hinaus Zeit für Autogramme, Selfies und persönliche Gespräche mit den Kindern.

Weltweit zu wenig Bewegung

Mit der Be Active-Kampagne reagieren FIFA und WHO darauf, dass sich Kinder weltweit zu wenig bewegen. Die Initiative, die bereits vor der letzten Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2022 ins Leben gerufen wurde, wirbt dafür, dass Kinder täglich mindestens 60 Minuten körperlich aktiv sind – so zum Beispiel auch beim Fußballspielen. Gemäss WHO-Studien bewegen sich weltweit vier von fünf Kindern zu wenig.

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Dass solche Begegnungen wie in San Diego nicht nur körperlich gesund sind, sondern auch den Nachwuchs begeistern, zeigten die Reaktionen der Kinder im Anschluss ans Training. So sagte Alan Liff, Schüler der Jewish Academy in San Diego: »Es war einfach großartig, sie kennenzulernen und zu sehen, wie sie trainieren. Diese Spieler werden vor Milliarden Menschen auf der ganzen Welt spielen. Sie hier live zu erleben, war etwas ganz Besonderes.« Vor allem bedeute es ihm aber viel, an der frischen Luft zu sein: »Wenn ich laufe, den Wind und das Gras spüre, macht mich das einfach glücklich.«

Konzentration und Teamfähigkeit fördern

Auch die Schule hob den Wert des Projekts hervor. Für Shelly Moses, stellvertretende Leiterin der Unterstufe, war der Besuch der Schweizer Nationalmannschaft weit mehr als ein sportliches Highlight. »Unsere Schülerinnen und Schüler werden sich ihr Leben lang daran erinnern. Regelmäßige Bewegung hilft Kindern nicht nur körperlich, sondern verbessert auch ihre Konzentration, ihre Teamfähigkeit und ihre Fähigkeit, gemeinsam Probleme zu lösen«, erklärte Shelly Moses gegenüber der FIFA.

Die Veranstaltung in Kalifornien ist wohl erst der Anfang: Auch andere der insgesamt 48 teilnehmenden Nationalmannschaften werden in den kommenden Wochen ähnliche Aktivitäten in ihren Teamquartieren der drei Gastgeberländer durchführen. Damit soll die Botschaft von Bewegung, Gesundheit und Gemeinschaft weit über die Fußballstadien hinausgetragen werden.

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