Grossbritannien

»Britischer Schindler« ist tot

Sir Nicholas Winton (1909–2015) Foto: dpa

Sir Nicholas Winton gilt als der »britische Schindler« – im Sommer 1939 rettete er 669 jüdische Kinder aus dem besetzten Prag und brachte sie nach Großbritannien, wo sie in Pflegefamilien unterkamen. »Wenn es nicht unmöglich ist, dann gibt es einen Weg«, wurde zu seinem Lebensmotto. Im Alter von 106 Jahren ist er am Mittwoch in seinem Haus in Maidenhead bei London gestorben.

held Mehr als 50 Jahre lang schwieg Winton über seine Verdienste. Erst als seine Frau Grete Ende der 80er-Jahre auf dem Dachboden ihres Hauses Dokumente mit Namen und Adressen der geretteten Kinder entdeckte, wurde er als Held bekannt und erhielt mehrere Auszeichnungen: So schlug ihn die britische Königin Elizabeth 2003 zum Ritter, und im vergangenen Jahr erhielt er die höchste Auszeichnung Tschechiens, den »Orden des Weißen Löwen«. ja

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald bittet um Spenden für Kyryl Romantschenko

Die Familie Romantschenko ist der Gedenkstätte Buchenwald seit Jahrzehnten eng verbunden. Nun benötigt der 18-jährige Kyryl Romantschenko Unterstützung

 18.09.2026

Ranking

Jerusalem Post: Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  18.09.2026

Großbritannien

Burnham will Beschränkungen für katholische und jüdische Premiers abschaffen

Die Regierung in London legt einen Gesetzentwurf zur Aufhebung religiöser Beschränkungen vor, die aus dem 19. Jahrhundert stammen

 18.09.2026

Synagoge in Mailand (Archiv)

Mailand

»Niemand wird mich hier erniedrigen«

Nach antisemitischer Attacke durch arabische Männer: Jetzt spricht der angegriffene Rabbiner

 17.09.2026 Aktualisiert

Nachruf

Peter Max: Der Künstler hinter den bunten Bildern der Hippie-Ära

Peter Max Finkelstein ist tot. Er wurde in Berlin geboren. Seine Familie und er flohen vor den Nazis nach Shanghai und kamen später über Israel nach Amerika.

 17.09.2026

München

Rabbiner: Plan gegen islamistischen Terror ist Vorbild für Europa

Mit einem Zehn-Punkte-Plan sollen in Deutschland Radikalisierung und islamistischer Terror bekämpft werden. Zustimmung kommt von Rabbinern, die über die Landesgrenzen hinaus denken

von Leticia Witte  17.09.2026

Hilfe in Zeiten des Krieges

Wie geht es Juden in der umkämpften Ukraine und im angrenzenden Rumänien? Unser Autor begleitete eine ZWST-Delegation auf ihrer Reise nach Czernowitz und Suceava

von Michael Thaidigsmann  17.09.2026

Der jüdische Kardinal

Den einen zu jüdisch, den anderen zu katholisch: Heute vor 100 Jahren wurde Aron Jean-Marie Lustiger geboren

von Andrea Krogmann  16.09.2026

Judenhass

»Während er mir in den Kopf schneidet, sagt er: ›Die Juden erschießen Kinder‹«

Eine neue Dokumentation enthüllt ein erschreckendes Ausmaß an Antisemitismus im britischen Gesundheitssystem

 16.09.2026