Kiew

85. Jahrestag: Selenskyj gedenkt ermordeter Kyjiwer Juden

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Foto: picture alliance / AP Photo/Stefan Jeremiah

Am 85. Jahrestag des Beginns des Massakers von Babyn Jar hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kyjiw Zehntausender von den deutschen Besatzern ermordeter Juden gedacht.

»Diese Tragödie erinnert uns daran, wie schmerzhaft es ist, Angehörige und nahestehende Menschen zu verlieren, und wie sehr der Wert des menschlichen Lebens insgesamt herabgewürdigt werden kann«, sagte der Staatschef gemäß einer Mitteilung bei einer Gedenkfeier mit Regierungsvertretern und ausländischen Diplomaten. Das sei auch jetzt während des seit 2022 andauernden russischen Krieges gegen die Ukraine spürbar, der sich vor allem gegen »die Gesellschaft, gegen die Menschen, gegen alles Lebendige« richte.

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Babyn Jar, eine Schlucht am damaligen Stadtrand von Kyjiw, wurde während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zu einem der zentralen Tatorte des Holocaust in der Ukraine. Am 29. und 30. September 1941 erschossen deutsche Einsatzgruppen gemeinsam mit Soldaten, Polizisten und SS-Männern dort 33.771 jüdische Bewohner der Stadt.

Bis zur Rückeroberung Kyjiws durch die Rote Armee im November 1943 wurden in der Schlucht rund 100.000 Menschen ermordet, darunter auch Kriegsgefangene, Partisanen, Roma und Menschen mit psychischen Erkrankungen. dpa

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