Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Ein bei Zara angebotenes Halloween-Kostüm hat starke Ähnlichkeit mit KZ-Uniformen. Foto: Plattform X

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026 17:27 Uhr

Der spanische Modekonzern Zara ist wegen eines Halloween-Kostüms unter Druck geraten. Kritiker sehen in dem gestreiften Kleidungsstück deutliche Ähnlichkeiten mit der Kleidung, die Häftlinge in Konzentrationslagern der Nazis tragen mussten. Das Unternehmen hat das Produkt inzwischen offenbar aus seinem Online-Shop entfernt. Der »Jewish Chronicle« berichtete.

Das Kostüm besteht aus einem gestreiften Oberteil mit auffälligen Bändern an den Ärmeln. Aufgenähte Elemente erinnern nach Darstellung der Kritiker zudem an Stacheldraht. Bei Zara in Spanien soll das Kleidungsstück für 39 Euro angeboten worden sein.

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Auf Anfrage des »Jewish Chronicle« bestätigte Zara, dass das Produkt nicht mehr erhältlich ist. Ein Unternehmenssprecher erklärte demnach: »Das erwähnte Halloween-Kostüm wird nicht mehr verkauft.«

Der aktuelle Fall erinnert an einen früheren Streit um ein Zara-Produkt. Im Jahr 2014 hatte der Konzern ein Kinder-Schlafshirt aus dem Verkauf genommen, das ebenfalls gestreift war und einen sechszackigen Stern trug. Kritiker sahen darin eine Ähnlichkeit mit dem gelben Davidstern, den Juden während der nationalsozialistischen Verfolgung zur Kennzeichnung und Ausgrenzung tragen mussten.

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Zara entschuldigte sich damals für eine mögliche Verletzung von Gefühlen und erklärte, das Design sei von klassischen Westernfilmen inspiriert worden. Das Unternehmen nahm das Kleidungsstück anschließend aus dem Sortiment.

Auch 2007 war Zara wegen eines umstrittenen Designs in die Schlagzeilen geraten. Damals zog der Konzern eine Handtasche zurück, auf der ein grünes Hakenkreuz aufgestickt war. Zara erklärte seinerzeit, die Tasche stamme von einem externen Zulieferer. im

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