Deutschland

Zentralratspräsident Schuster kritisiert SPD-Vorstoß

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Zentralratspräsident Josef Schuster hat die Bundestagsfraktion der SPD in der Diskussion um Deutschlands Position zum Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen kritisiert.

Die Sozialdemokraten hatten gefordert, dass sich Deutschland einem Appell von mehr als zwei Dutzend Staaten an Israel für ein sofortiges Ende des Kriegs im Gazastreifen anschließt. Um Druck auf den jüdischen Staat auszuüben, sollen auch Waffenexporte und das Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Union ausgesetzt werden.

»Die Stellungnahmen aus der SPD-Bundestagsfraktion zur Situation in Gaza sind in ihrer Einseitigkeit verstörend. Mit den einseitigen Schuldzuweisungen an Israel ignorieren sie die Realität im Nahen Osten und befreien die Hamas von jeglicher Verantwortung für das Leid der Palästinenser«, so Zentralratspräsident Josef Schuster.

Lesen Sie auch

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch begründete die Forderung mit den desolaten Zuständen im Gazastreifen. »Verhungernde Kinder, zerstörte Infrastruktur, Angriffe auf Hilfesuchende – das widerspricht allem, was das humanitäre Völkerrecht schützt«, so Miersch. Die Terroristen der Hamas, die diesen Krieg begonnen und unter anderem Mitarbeiter der Verteilzentren ermordet hat, erwähnte der Sozialdemokrat mit keinem Wort. Der internationale Appell, der bisher von 28 Staaten wie Frankreich, Großbritannien oder Kanada unterzeichnet wurde, erwähnt die Terrororganisation mit nur einem Satz.

»Die Bilder aus dem Gazastreifen lassen niemanden kalt«, betont Zentralratspräsident Schuster. »Für das Leid trägt aber die Hamas die Verantwortung. Die Terrororganisation Hamas hat mit dem Massaker vom 7. Oktober 2023 jede Grenze überschritten. Noch immer hält die Hamas Israelis und Deutsche in Geiselhaft. Sie zeigt sich auch nicht bereit, die Geiseln freizulassen.

Für Josef Schuster liegt es an der Hamas, das Leid zu beenden: «Die Hamas kann mit der Freilassung der Geiseln das Leid der Palästinenser unverzüglich beenden. Wer die Aufkündigung des Assoziierungsabkommens mit Israel fordert, gibt der Hamas einen Freibrief, die Geiseln weiterhin gefangenzuhalten.» ja

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Verteidigung

Israelisches Startup will »Iron Dome gegen Drohnenschwärme« bauen

Israel hat einen hochmodernen Schutz gegen Raketen, doch Drohnen haben die Kriegsführung grundlegend verändert.

 10.07.2026

Maccabia

Zwischen Medaillen und Menschlichkeit

Für die Schweizer Delegation ist klar, das Spiel ist wichtig, aber neue Freundschaften sind wichtiger

von Nicole Dreyfus  10.07.2026

Opfer der Hamas

Yarden Bibas pflanzt mit Mike Huckabee Baum für seine Familie

Die Ex-Geisel und der US-Botschafter wollen damit die Erinnerung an Kfir, Ariel und Shiri wachhalten, die von Terroristen ermordet wurden

 10.07.2026

Negev

Netanjahu und Armeechef: Israel ist jederzeit zu neuem Militäreinsatz gegen Iran bereit

»Der Krieg ist nicht vorbei«, sagt der israelische Ministerpräsident. »Neben alten Herausforderungen entstehen ständig neue«

 10.07.2026

Humanitäre Hilfe

Israel weist Berichte über Versorgungsengpässe in Gaza zurück

Einem neuen Bericht zufolge sind seit der Waffenstillstandsvereinbarung vom Oktober 2025 1800 Millionen Tonnen an Lebensmitteln nach Gaza gelangt. Israel sagt, das sei mehr als vor dem Krieg

 09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026